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Freitag, Juni 09, 2017

Freitag

Ich verschicke meine erste Mail am Homeofficetag an meine irischen Kollegen um 6:20h vom stillen dunklen Küchentisch aus, mit einem riesengrossen Milchkaffee als einziger Gesellschaft, während der Rest der Familie noch tief und fest schläft. Ich sinniere kurz darüber, dass ein Kollege aus meiner alten Firma mir mal erzählt hat, dass das Management aus der übernehmenden grossen deutschen Firma ihm nahegelegt hat, keine Mails mehr vor 7 zu verschicken, das ware unprofessionell. Mir fällt ein, dass es in Irland noch eine Stunde früher ist und die Site auch nach lokaler Zeit eher später zum Leben erwacht als ich das bei uns gewohnt bin. Und dann denke ich mir, ob für sie jetzt 5:20, 6:20, 7:20 oder vermutlich sogar 8:20h als Sendezeit draufsteht, ist eigentlich egal, ist halt saufrüh. Nachdem ich ja nicht um 5:25h oder sogar um 8:30 mit einer Antwort rechne, ist das ja einzig und allein mein Problem, wann ich die Mail abschicke.


Später dann gemeinsames Frühstück, Kinder in die Schule schicken, Hübschen aus dem Haus schicken, die verschiedenen Produkte nicht durcheinanderbringen, was heute ein bisschen kompliziert ist, weil ich für die verschiedenen Produkte aus verschiedenen Gründe die analogen Dokumente brauche und das Gefühl habe, in einer Art Zeitschleife zu sitzen.
Ich hoffe, ich habe jeweils die richtigen Antworten nach Italien, England, Irland und Basel geschickt.


Ich habe ganz vergessen, dass die Kinder heute was zu Mittag essen wollen :-) (ich auch, aber ich bin ja voll einfach: Hummus mit Breze, Salat, fertig), aber für Pfannkuchen ist alles da und die habe ich lang nicht mehr gemacht. Parallel röste ich eine neue Ladung Granola mit Ahornsirup und Pecannüssen.


Little Q. erzählt mir von seinen Vortrag über Gorillas, den er halten wird. Über meine Tierarztschwester hat er rausgefunden, wo und wen er im Basler Zoo dazu interviewen kann. Es ist ... interessant, ihn telefonieren zu sehen/hoeren. Was für unsereiner noch ein selbstverständlicher Skill war (wie auch Briefe beschriften und bekleben), den wir daheim und in der Schule gelernt und geübr haben, ist .... ohne Skype und Video und Textnachrichten und Emojis gar nicht so einfach. Aber sein Vortrag, seine Organisation. (Ich sehe mit bewunderndem Staunen hin, wie er sich das organisiert und macht und sucht und recherchiert. Storytelling und funfacts einbaut, das Publikum mit einbezieht, als ob er das gelernt hätte :-)).


Little L. besucht seinen Freund, aber nur kurz, der ist nämlich krank im Bett, und "Mami, da ist nix mit ihm anzufangen, der will nur schlafen." Stattdessen spielen wir dann, als der Hübsche zurück ist, irgendwann zwei Runden "Schnappt Hubi", essen Quarkstriezeln, trinken Tee, ich erfahren von einer Dinnereinladung am Montag abend (ich hoffe/fürchte, es geht wieder in das unglaublich schicke Fischrestaurant in der Altstadt. Es ist sehr, sehr lecker dort, allerdings sind auch unglaublich viele Tentakel und Saugnäpfe im Essen und ich habe mich das letzte Mal richtig überwinden müssen, die zu essen. Und jetzt kann ich auch nicht mehr sagen, dass ich keine Saugnäpfe essen mag, weil ... hab ich doch schon. Nun ja. Luxusprobleme.)


Morgen kommt die Matte bzw der Flausch an den Seiten ab, damit das mit dem nachgewachsenen Ansatz dann nicht beknackt aussieht, färbe ich heute schon mal. Das richtig weissblond traue ich mich doch nicht, ich habe hinten im Schrank noch ein helles Goldblond gefunden.


Little Q. meldet an, ob wir morgen nach unserer Einkaufstour (er braucht zwei Paar neue Turnschuhe und freut sich unglaublich :-)) nicht Sushi essen gehen wollen, ich recherchiere nach dem neuen Restaurant, das aufgemacht hat.


Dann ist es auch schon Zeit zum Haarfarbe ausspülen, Q. muss zum Unihockeytraining, ich muss noch Pizzateig vorbereiten, die Spülmaschine zeigt E22, Alltag halt.