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Mittwoch, September 01, 2010

Memory Lane und so.

Nachdem ich ja gestern abend (neben endlich mal einer ganzen Xavier-Hose-Nähen, weil ja Herbst und so) wieder mal ein Blog von vorne bis hinten durchgelesen habe, bin ich sowieso schon im Erinnerungsmodus gewesen: Uni! Diss! Arbeitssuche! Turniertanzen! Hach!!!!

Heute dann in meiner "Bis Oktober kann ich mittwoche morgen noch in die super Aerobic/Step-Stunde gehen"-Stunde im Dorfgym hat die Trainerin eine CD eingelegt, die mich auch zurück katapultiert hat. Nicht ganz so weit wie "Joanna", aber weit genug. Bei Sophie Ellis Baxter "Murder on the dance floor" muss ich immer daran denken, was der Hübsche und ich (und unser damals noch Trauzeuge to be) gemacht haben, als wir damals mit der Diss fertig waren und darauf gewartet haben, solide Bürger mit geregeltem Einkommen zu werden: wir sind geklettert und waren sporteln.
Und in beiden Umkleidekabinen hing damals ein Flyer, der "Leute mit Rhythmusgefühl und Klettererfahrung" für ein Promotionteam suchte.
Wir, frischgebackene Dres. rer. nat. mit (das war so ziemlich das einzige Mal in unserem Leben) ein bisschen viel Zeit, sind also zum Casting für das "Vertical Catwalk"-Team einer der grossen deutschen Outdoor-Eventagenturen oder wie man das nennt, angetreten. Meine Mutter hat schier einen Herzinfarkt bekommen, als wir dann mehrmals die Woche in einen ausrangierten Flugzeughangar im Münchner Umland gegurkt sind, um uns dort von einem professionellen Team (naja, kind of) in die Feinheiten dieses Sports (naja) einweihen zu lassen.
Wir haben die Erfahrung gemacht, die wohl jeder macht, der sich zu einem Casting oder so was meldet: es ist nicht alles Gold, was glänzt, Vereinbarungen sind prinzipiell nicht bindend und man hat zu tun, was die wollen, sonst kann man gehen. Ach ja, und "Promis" (erinnert sich jemand an ... irgendein Event am Brandenburger Tor, wo ein Münchner Skimodendesigner das Tor runtergelaufen ist? Ja? Der hat da auch "trainiert") sehen in Wirklichkeit klein und hutzelig aus, machen aber die Praktikantenhorden sehr nervös.
Nun ja, für uns war es ein Riesenspass und ich habe den Hübschen nur ganz selten vorher und nachher so enthusiastisch zu ganz schlimmem Mainstreampop abzappeln sehen (S-Club 7! Sascha!). Gottseidank waren wir nicht bei den Kollateralschäden, die sich den einen oder anderen Knochen gebrochen haben, wir kamen sogar ins Team, das dann bei den Eröffnungen von E.sprit-Megastores dieselben in deren Klamotten runter hätte laufen sollen. Der Hübsche zum rasanten Abseilteam und ich (mit dem Trauzeugen) hätte meinen grossen Auftritt mit ganz viel Helikopter und "Und jetzt einfach freestyle! Gib alles!" eben zu Sophie Ellis Baxter, S-Club 7 und so gehabt.
Nun ja. Der erste Auftritt hätte mit unserem Arbeitsbeginn in der Schweiz kollidiert und so ist unsere Showkarriere schon zu Ende gewesen, bevor sie richtig angefangen hat....

(Übrigens: nicht förderlich für Konzentration und so, wenn man solchen Gedanken nachhängt, während die Extänzerinnentrainerin vorne die wildeste Stepchoreographie vorturnt. Ich war dann die, die immer mal wieder über den Step gefallen ist. Freestyle.)

1 Kommentar:

  1. Danke, ich fühle mich geehrt ;-)und war zum Glück immmer zu bodenständig (vulgo ängstlich) für Castings. Wobei Klettern und Tanzen.. klingt schon spannend *träum*

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