Samstag, September 07, 2019

070919: Hm.

Heute morgen aufgewacht und bis auf den fehlenden Hübschen und die zu frühe Uhrzeit für Wochenende (okay, 4:15h, 5:30h, geschenkt, aber ab 6:31h nicht mehr einschlafen können, das ist schon nur so mittel) war es echt perfekt: genau die richtige Temperaturzusammenstellung aus kalter frischer Luft, warmem Katzenhut am Kopf (Sansa, die nach ein bisschen Fensterrentnern sich dort eingerollt hatte), warmen Katzenkörper an den Füssen (Jonny, der erst bei L. die gesamte Decke beansprucht hatte und eben gegen 5:30h mal gucken kam, ob vielleicht schon was mit aufstehen ginge), kurzem Pyjama und Sommerdecke in flauschigem Winterbezug. Sehr angenehm.

Dann: geschäftiger Vormittag (Semmeln holen, Frühstücken, Schulzeug durchgucken, Französisch üben zeigen lassen, Wäsche, Gedöns), L.s Freund in Empfang nehmen, der heute bei uns nächtigt, immer mal wieder mit dem Hübschen checken, was in Wien so geht (wettertechnisch gewinnen wir hier), alles fertig machen für Pfadis.
Beim Mittagspäuschen auf der Terrasse (Spaghettisalat) würgt es mich ein bisschen, Sansa hat nämlich einen Vorrat an Babyeidechsen entdeckt (mindestens eine davon ist in irgendeiner Ritze in unserer Garderobe verschwunden), was ich nicht per se eklig finde, überhaupt nicht, ich mag Eidechsen sehr, deshalb tut es mir besonders leid, dass sie die jetzt massakriert, aber ich sags mal so: live zu sehen, wie ein Babyeidechsenschwanz sich davon schlängelt, während der Rest der Eidechse das zeitliche segnet, ist nur so mittellecker. Gerade in Kombination mit Spaghettisalat. (An alle Tierschützer: ich finds auch nicht toll, aber erstens: was soll ich machen? zweitens: da war nichts mehr zu retten. Das habe sogar ich als Nichtveterinär zweifelsfrei erkannt).

Dann Aufbruch zu den Pfadis und wir haben den ersten Kollateralschaden der unglaublich anstrengenden Zeit vor dem Urlaub: den Pfadikantonaltag. Die Mail damit habe ich nämlich wegen Zeug nicht in den Kalender übertragen und so war Q. heute halt zur normalen Zeit am normalen Treffpunkt, nicht um 10 am Bahnhof. Hmpf. Es hat uns beide ziemlich geärgert, aber wir haben das beste draus gemacht, nämlich L. und seinen Freund bei den Wölfli abgegeben und einen produktiv gechillten Nachmittag daheim (auf der Terrasse, es hatte T-Shirt- und Sandalenwetter) verbracht, Q. mit einem Deutschprojekt (und Lesen und Lego) und ich mit Trauzeuginnendingen, die an sich super sind, aber Zeit brauchen UND ICH HAB NUR NOCH ZWEI WOCHEN!, aber keine Sorge, das wird alles. Es könnte sein, dass ich vor lauter "OMG, ist das alles niedlich" sogar schon ein paar Präventiv-Rührungstränchen verdrückt habe, aber lieber jetzt als bei der Hochzeit, nech?

Als dann die Wölfli wieder da und geduscht waren, gab es Pizza für alle, jetzt ist noch Remmidemmi im Kinderzimmer, aber friedliches. Ich mache das Trauzeuginnenzeug fertig (vielleicht kommt die Rede hier rein, nach der Hochzeit. mal sehen), im Ofen backt der Hefezopf für morgen früh, der Teig für Zimtschnecken und Zwetschgendatschi ruht auf der Terrasse, wenn Ruhe ist, warten noch Badewanne, Prosecco und Buch auf mich, das ist schon alles ziemlicht gut hier.

Gegessen:
Silsergipfeli (EIN GANZES. ALLEIN!)
bisschen Spaghettisalat (mag noch wer?)
halbe Pizza und Salat

Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Getragen:
Cordhose, T-Shirt, keine Socken

Gesehen:
wenn ich ganz wild unterwegs bin, schau ich noch eine Folge OITNB, der Quatsch muss jetzt ja auch mal langsam durch sein

Stressleveldurchschnitt gestern: 38
Selbstbeweihräucherung: sehr bestimmt und so diplomatisch wie irgendmöglich an der Haustür geklärt, dass ich keinen Thermomix möchte. Nicht jetzt, nicht später und auch nicht einfach mal nur schauen.

Freitag, September 06, 2019

060919 16 Jahre

ist dieses Bild her:


(Mir fällt grad ein grossartiges Motiv für nächstes Jahr ein: alle vier aus dem offenen Sonnendach der Defiant!)

Heute (früh morgens) sah das offizielle (es war sehr früh, die Katzen sehr wach, mir hat keiner gesagt, dass die Arme anders gehören) Hochzeitstagsbild so aus:








Es ist viel passiert in dieser Zeit, nicht nur Gutes um uns rum und uns, aber wir zwei, wir vier, wir waren immer gut füreinander und zueinander.
Ich weiss, der "Seelenverwandte" ist ausgelutscht, und das Wort trifft es auch nicht wirklich, "beste Freunde" (mit jeder Menge benefits ;-)) schon eher, und das ist unglaublich viel wert.

Mein Hübscher, es ist jetzt nicht das Allerromantischste, den Hochzeitstag getrennt voneinander zu verbringen, dazu kommt, dass Du das alles ganz anders geplant hattest, aber es ist wie es ist, ich wünsche Euch trotz allem eine tolle Zeit in Wien, gute Besserung nach Bayern, falls mir nicht beim Abendessen die Augen zufallen, trinke ich später noch ein Glas Prosecco auf uns alle!

Donnerstag, September 05, 2019

#WMDEDGT 09/19

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.


Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:


  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.


Wach ab fünf, naja, so ist das halt. Immerhin schaffe ich es, bis zum Weckerklingeln um sechs eingemümmelt in die Decke unter dem offenen Fenster die frische Luft zu geniessen.
Aufstehen wie immer, nur habe ich gestern wegen keine Lust keinen Joghurt mit Früchten zum mit Müsli mitnehmen vorbereitet, deshalb gibt es einen schnellen Toast mit eigentlich Powidl, aber ich kriegt das Glas nicht auf, also halt Mirabellenmarmelade.
Ich bin als erste auf und aus dem Haus, verabschiede mich also von drei Männern in unterschiedlichen Verschlafenheits- und Ankleidestatus.
Der Zugverkehr verläuft nach dem gestrigen Brand wieder normal, die neuen Kollegen teilen mich als «Ah, Verstärkung fürs Early Bird-Team» ein.
Um neun steht dann ein «Last Handover Meeting» für das Italienprojekt im Kalender, was mich sehr befremdet, weil die Agendapunkte eigentlich schon alle abgehakt sind. Tja, es stellt sich raus, es ist ein Überraschungszüni des Teams und meine Güte, das war wirklich sehr lieb! Ich bilde mir ein, der übernehmende Kollege hat zwischendrin ein bische angestrengt gegrinst, aber man kann mir viel vorwerfen, aber nicht, dass ich die Situation beschönigt hätte, er weiss schon genau, worauf er sich da eingelassen hat. Die Jungs wären sehr, sehr happy gewesen bei der Wahl des Znünis, es gab nämlich Minibutterzöpfe gefüllt mit Branchli, DAS Lieblingsessen der Schweizer U20Bevölkerung möchte man meinen. (Ich werde übriges total moralisch inkonsequent die Läderach-Schokolade, die ich bekommen habe, geniessen, obwohl ich mir geschworen habe, dort nie, nie wieder einzukaufen, nachdem ich das hier gelesen habe.
Neben der Produktzuteilung, Workshoporganisation und der Teamselbstorganisation erbe ich auch noch ein grösseres produktunabhängiges Projekt von meinem Vorgänger (mehr oder weniger die logische Fortführung meines SHE-Expertentums auf Q-Ebene), deshalb habe ich ihn heute in seinem neuen Büro für eine Übergabe besucht. Auf dem Rückweg bibbernd festgestellt, dass jetzt auch hier ein bischen Herbst ist: ich war wege Wetterbericht und so ja die ganze Woche schon mit langen Hosen und Ankleboots unterwegs und habe echt geschwitzt, also heute nochmal Sandalen und kurzärmliges Kleid rausgesucht. Nicht die beste Wahl. Auf dem Rückweg durch die Stadt habe ich dann noch auf der Suche nach was Essbarem eine neue (wenigstens für mich) Pokebar entdeckt und mir eine Pokebowl (für echt bezahlbare 14.90) zusammenstellen lassen. Die romantische Idee war, die am Rheinufer mit Blick aufs Wasser zu geniessen, was schon so stattfand, nur halt sehr schnell, weil echt kalt und so ein kalter Salat (wenn man ehrlich ist) hilft da auch nicht wirklich. Immerhin habe ich endlich mal gesehen, warum der eine Pokestop an der Mittlere Brücke «Helvetia auf Reisen» heisst, aus der Tram ist mir diese echt coole Statue noch nie aufgefallen.


Dann noch schnell im Flying Tiger für L. einen hübsche Wochenplaner mitgenommen und die zu klein gekaufte Weste für ihn gegen einen passenden Anzug mit allem umgetauscht. Dabei in der Schlange eine Kollegin getroffen, die gerade Kinderbade- und –unterhosen besorgte. Shoppingglamour deluxe!
Nachmittags: Teammeeting, Onboardingtraining, Übergabetermine definieren, fuzzelige Liste erstellen respektive befüllen und Filteroptionen testen, Termine abmachen, kompetent wirken, in Webex-Infosession einwählen.

Auf dem Heimweg habe ich dann Brot gekauft, bei der Post meine nach laaaaaanger Abstinenz mal wieder getätigte Colourpop-Bestellung abgeholt (sie haben in Sachen Verpackung dazugelernt, ich habe jetzt genug Luftpolsterfolie für viele stressige Telefonate und es war kein einziger Supershockshadow zerbrochen. Mein absoluter Favorit ist jetzt schon das Lipgloss "Shadow man" aus der Disney Villains Serie), mit Q. und dem Hübschen einen Französischplan erstellt, Post erledigt, Resteabendessen zusammengefummelt, bisschen ausgeflippt, dass lauter "Ich will aber auch bei Dir probieren, ne, das war zu viel, gib her" beim Verzehren der aus dem Flying Tiger mitgebrachten Knisterzuckertütchen zu klebrigem Knistern in grossen Mengen überall führte.

Anzugprobe mit L, Wäsche, Crosstrainern, dem Hübschen mit meiner unglaublichen Reiseerfahrung wertvolle Tipps zum Packen für das verlängerte Wochenende in Wien geben, Probefoto für das Hochzeitstagsfoto morgen, crosstrainern gegen latent schlechte Laune, Einkaufszettel für das Wochenende auf die Wunderlist schwatzen, Znüniboxen für morgen (einmal normal, einmal Sporttag) packen und dann irgendwann ins Bett.

gegessen:
Marmeladentoast
Zopf mit Branchli
Pokebowl
Reste (Kichererbsenbratlinge, Salat, Knoblauchbrot, sowas)

Getragen

Gesehen
nix

Gelesen;
Nemez/Sneijder 5

Stressleveldurchschnitt gestern: 16

Selbstbeweihräucherung: durchgewurschtelt (naja, es war schon besser als das, aber es fühlt sich so an)


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.


Mr. Linky lässt sich nicht zeitlich freischalten, aber das hat inlinkz ja auch abgestellt, ansonsten sieht das genau so unspektakulär aus, wie ich mir das gewünscht habe. Ich hoffe, Sie kommen damit zurecht.

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an



Mittwoch, September 04, 2019

040919: Zeitverschiebung, Tränen und Vorratshaltung

What a start. Bevor ich auch nur ansatzweise wie immer um kurz vor fünf aufwachen konnte, döngelte des Hübschen Wecker um 4:20 los. AUS VERSEHEN! War okay-ish, weil meiner um 6:00h mal gar nichts gemacht hat, weil das USB-Ende des Kabels halt nicht im Stecker war. Ich war immerhin so halbwach, dass ich von Q.s Wecker wach wurde.

Das passte perfekt dazu, dass der Tag eh sehr ungewohnt lief, ich hatte ja aus Gründen höherer Gewalt heute vormittag einen Friseurtermin und mit Blick auf das Überstundenkonto, das ein KPI meiner neuen Gruppe ist, habe ich beschlossen, statt Homeoffice bis dahin freizunehmen. Respektive mit Q. aufzustehen und Zeug zu erledigen:

  • im dm Fotos ausdrucken (meine Güte, da braucht man ja, auch wenn alles funktioniert, das Gemüt von Sensei Wu, um nicht auszuflippen vor Laaaaaaaaaaaangsaaaaaamkeiiiiiit)
  • Hemden zum Bügeln zu bringen/abzuholen --> ging nicht, weil Strasse gesperrt wegen Flohmarkt
  • Mehrwertsteuer für die neuen Stühle endlich abzuholen
  • leckereres Katzenfutter und einen Furminator zu kaufen (Futter: check, Furminator erst im zweiten "Fressnapf", der erste hatte nur einen für XL-Langhaarkatzen oder Chihuahuas, mittelgrosse kurzhaarige Hasen und kurzhaarige M-Hunde, und wenn ich schon einen aberwitzig teuren Läusekamm kaufe, dann bitte den korrekt personalisierten: Langhaar, S, Kurzhaar M --> Sie sehen, ich bin ein richtiges Opfer, weil natürlich habe ich dann zwei gekauft. Sehr skurril die Vorschläge im ersten "Fressnapf": ich könnte ja eine oder zwei Stunden warten, dann hätten sie alle Kisten ausgepackt und vielleicht wäre da Nachschub drin. Sonst vielleicht morgen, da könne ich ja dann mal wiederkommen. Ich frage mich, wer auf dieser Welt so wenig zu tun hat, dass er "ein oder zwei Stunden" in oder um einen "Fressnapf" in eine Gewerbegebiet mit Waschanlagen und Louis Widmer Produktion warten möchte für vielleicht den richtigen Lauskamm)

  • Kurze Sporthosen für die Kinder kaufen, weil spontan alle zu klein. Erledigt, sogar sehr günstig, weil Sortimentswechsel ist und anscheinend bei H&M davon ausgegangen wird, dass entweder draussen geturnt wird oder die Turnhallen auf -10 Grad gekühlt werden, so dass man sie nur mit warmen Hoodies und dicken, langen Sweat-Trainerhosen betreten kann.
  • Paket bei der Post abholen
  • Friseur. 
Mit Mittagessen to go war ich dann genau rechtzeitig für Nachmittagessenkaffee der Kollegen um kurz vor 12 im Büro, wo der neue Job so zackig losgeht, dass ich, man glaubt es kaum, den alten fast gar nicht vermisse, respektive keine Zeit habe, mir nur ansatzweise Gedanken drüber zu machen, wie das alles wohl dort ohne mich klappt. 

Ein Post im firmeninternen Google-+-Netzwerk (fragen Sie nicht.) wies darauf hin, dass demnächst Tag der Organspende ist und dass man sich, Schweizer Leser aufgemerkt, bei swisstransplant auch Online registrieren kann, respektive die Entscheidung, die man auf seiner Organspendekarte (Ja, Nein, nicht alles, Verwandten sollen entscheiden) treffen kann, auch in einer Datenbank hinterlegen kann, was ja im Ernstfall zuverlässiger gefunden wird, als eine laminierte Karte im Geldbeutel (bei mir btw hinter dem Führerschein steckend, wo ich mir denke, dass bei einem Autounfall als erstes geschaut wird). Und weil mein Hirn vor lauter "Read and understood"-Trainings eh grad leer war, beschloss ich das schnell dort zu hinterlegen, sollte ja nicht kompliziert sein, habe ich ja alles schon überlegt, kommuniziert und mal ausgefüllt ("Ja, alles."). Was mich dann allerdings eiskalt erwischt hat, war die Möglichkeit, eine Mitteilung an die eigenen Angehörigen für den Fall der Fälle dort zu hinterlegen. Ich habe es gemacht und finde es auch gut, aber holla, das war mehr Gefühl als für einen Arbeitsnachmittag im vollen Grossraumbüro mit nicht wasserfester Wimperntusche gut war. 

Puh. Dann noch ein Telefonat mit Rio und schon war es Zeit heimzufahren (ich habe mir den ganzen Tag eingehämmert, bloss nicht zum Bahnhof zu laufen, weil ich  ja ausnahmsweise mit dem Auto gekommen war und gsd konnte ich mir das bis fünf merken. War eh praktisch, heute morgen wäre ich nämlich mit dem Zug ganz schön verloren gewesen, weil es in Basel am Bahnhof gebrannt hatte und zig Züge ausgefallen sind oder eben nur bis zwei Haltestellen vor Basel fuhren, was mir nur so mittelviel geholfen hätte).

Daheim wurde es dann noch ein bisschen spannend und das kam so:
Wie Sie ja wissen, haben wir eine Wohnzimmerwebcam und können da sehen, was die Katzen so treiben. Unter anderem auch, wenn sie etwas durchs Katzentörchen ins Wohnzimmer schleppen. Je nach Katze ist das dann entweder ein Tierchen oder eine IkeaGurke oder ein schönes Blatt oder eine schöne Verpackung. Die Tierchen werden, auch je nach Katze, restlos verspeist (Sansa) oder aber zu Tode gejagt und dann liegengelassen. Bisher hat nur ein Vogel das überlebt, der sich unter der Kaffeetheke totgestellt hat und Jonny damit zu langweilig wurde und von mir gerettet werden konnte. 
Am Wochenende hatten wir beobachtet, wie Sansa irgendwas ins Haus gebracht hat, aber wir haben keinerlei Überreste, nicht mal Federn oder einen Fuss gefunden. Stattdessen haben die Katzen sehr neugierig immer wieder am Klavier geschnuppert, der Hübsche hat es zur Seite geschoben, aber erst nix gefunden. Nachdem ich wieder daheim war, haben wir es wegen immer noch Schnuppern noch weiter geschoben und ich habe einen Riesenschreck bekommen, erst weil dort eine tote Eidechse ohne Schwanz lag, dann, weil die tote Eidechse noch sehr lebendig war. Wir haben sie also gerettet und in den Garten gesetzt (naja, dort hat Jonny sie noch mal gefunden und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sie das Abenteuer mittelfristig überstanden hat).

Wir dachten, damit wäre der Verbleib von Sansas Wochenendbeute geklärt und haben uns schon gewundert, warum auch an der Lampe vor dem Bücherregal so rumgechnuppert wird. Gestern haben wir da Brösel an Trockenfutter und einen Klumpen fleischartiges ("Konsistenz wie alter Leberkas", meinte der Hübsche) rausgezogen und waren ein bisschen sauer auf die Katzen, wie weit sie ihr Futter rumzerren.
Tja. Und heute wurde uns dann abends mitgeteilt, dass es hinter dem Regal auch so rascheln würde, und beim Rausziehen der Mal- und Bastelkiste zeigte sich: neben der Eidechse unter dem Klavier hatten wir wir auch einen Maus hinter dem Regal. Die dort gelebt, Katzenfutter gefressen und in Lego-Life-Heften gelebt hat. Das Fangen lief leider, leider nicht ganz so smooth, wie erhofft, wir wissen jetzt, dass man Mäuse auf gar keinen Fall am Schwanz festhalten sollte, weil die Charlotte Roche mit ihren beknackten Bungeehaken im Rückenfleisch alt aussehen lassen in Sachen "sich selber verletzen durch nicht ganz kluge Aktionen". Immerhin kann man der Maus noch Todesangst zugute halten, Charlotte Roche .. naja, nicht. 

Irgendwann hatten wir sie dann aber doch und der Hübsche hat sie weit weg ins Grüne getragen und ich hoffe, das mit dem Schwanz wird wieder.


Ich bin mal gespannt, was wir noch an Lebendvorräten im Haus haben...

Schöne Überleitung zur täglichen Rubrik:
Gegessen
  • Quark/Kirschen/Pfirsiche
  • Käselaugenstange
  • Stück Vegi-Pizza vom Bäcker
  • Salat mit Pilzen
Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Gesehen:
nix

Getragen:



Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: dem Kater, der so unbequem im Plastikwäschekorb geschlafen hat, eine stylische Katzenhöhle mitgebracht. Tja:
Wieso sollte man in einer Filzkiste mit weichem Kissen drin liegen, wenn man in einem Plastikwäschekorb auf den Einzelsocken schlafen kann?




Dienstag, September 03, 2019

030919: Erledi-Mum

Heute morgen hatte ich ein sehr skurriles Erlebnis: Sansa ging wie immer ca 10 Minuten vor mir aus dem Haus und das ist so mittel, weil, falls sie mich auf dem Weg zum Bus entdeckt, mitkommen möchte, dann muss ich nochmal mit ihr umdrehen, heimlaufen, sie mit einem Leckerli so lange hinhalten, bis ich wieder aus dem Haus gerannt bin und hoffentlich schneller ausser Sichtweite, als sie wieder zum Törchen raus. Nun ja. Als ich heute also auf den Weg einbog, sah ich am Abfalleimer vor dem Kindergarten einen unverkennbaren buscheigen Schwanz aus dem Gebüsch ragen, rief also direkt Sunny, sie kam freudig angaloppiert, liess sich knurrend die letzten Meter heimtragen, mit Leckerli (Weich, Käse-Cranberries, stinkt wie die Hölle) hinhalten und ich weiss jetzt, dass ich es in 2 Minuten in hohen Hacken zur Bushaltestelle schaffe. Grade so. Im Vorbeirennen sah ich, was sie am Abfalleimer so spannend gefunden hatte: ich glaube ja, dass das der Abfalleimer ist, in dem Kindergarten- und Schulkinder ihre unaufgegessenen Znühiboxeninhalte entsorgen und auf jeden Fall hatte da jemand ein halb angegessenes hartgekochtes Ei NEBEN den Abfall geworfen. Mhm, lecker Frühstück! (Ein bisschen beleidigt bin ich schon: Jonny verpflegt sich bei den Nachbarn, Sansa isst Müll, und daheim steht das leckere, gesunde, teure "Wilderness: Dark Fjord"-Futter.)

Sonst so: bei aller Liebe zum Listenabhaken würde ich im neuen Job lieber direkt voll loslegen, es gibt genug zu tun, aber: damit alles seine Ordnung hat und meine Unterschrift absolut wasserdicht ist, muss das halt fertig sein (meine Güte, ich habe heute einen Hauch einer Ahnung bekommen, WAS für Dokumente und Schreiben ich in Zukunft unterzeichnen werde und holla, ich bin schon ein bisschen nervös). Also habe ich heute halbhalb gemacht: halb Dinge erledigt und geplant und halb im Akkord Einarbeitungstermine abgemacht (dafür immer wieder Zeitverschiebungen googeln müssen, wenn der Kalender des Counterparts den halben Tag sehr übersichtlich aussieht, liegt es meist daran, dass die Person in Kanada, Kalifornien, China oder Brasilien sitzt.)

Daheim bisschen nervös gewesen, weil Sansa ab mittags nicht mehr gesichtet worden war und nicht zur üblichen Zeit heimkam, Haare ein bisschen vor der Zeit gefärbt (die Hairstylistin meines Vertrauens geht ab übermorgen in die Ferien und kommt vor der Hochzeit nicht mehr zurück, also halt: morgen schneiden lassen!), immer wieder nervös die Katz gerufen, geduscht, "noch ein letztes Mal vor dem Abendessen" die Tür zum Rufen aufgemacht, da kam sie angespurtet, puh!, Abendessen, und dann auf einmal brach es aus L. heraus: Er fühlt sich durch die Schule gstresst. Es fühlt sich an wie viele Hausaufgaben, viele Tests und er hat selber extrem hohe Erwartungen und Anforderungen an sich selber. Er will unbedingt wie Q. auf die Bezirksschule und hat gehört, dass es dafür nicht reicht, nur das geforderte immer super zu machen, man muss mehr machen und zeigen, dass man mehr kann. Puh. Das, was ich bei Q. an ... ist Ehrgeiz das richtige Wort? vermisste, hat er zu viel. Damit meine ich nicht, dass er es nicht an die BEZ schaffen kann, damit meine ich, dass er dafür nicht fast zwei Jahre vor dem Termin schon hohl drehen muss und sich selber unter Druck setzen, weil er das alles super schaffen kann. (Und wenn auf einmal doch nicht, dann ist das auch okay!). Weil er aber mein Sohn ist und ich weiss, wie sich "OH MEIN GOTT; UND  DAS AUCH NOCH UND DAS NOCH UND DAS NOCH!" anfühlt und immer im Kopf mehr wird, wenn man sich der Sache nicht stellt, habe ich zusammen mit ihm ein ... meine Güte, nennen Sie es, wie sie wollen, es ist eine To-Do-Liste mit Due dates "gebastelt", wo wir jetzt Tests (--> Erwartungshorizont bis dann und dann verinnerlichen) und Hausaufgaben (in handlichen Portionen, bisher erstmal alle an dem Tag, wo sie spätestens erledigt werden müssen) tracken werden und ihm von dem erhebenden Gefühl, so einen Zettel als erledigt zu zerknüllen, vorgeschwärmt. Welt wieder in Ordnung. Und: das Kind kann ganz ohne meine Hilfe Notenlesen und hat Eselsbrücken, von denen ich in dröflzig Jahren Flöte-, Klarinette- und Klavierspeilen nichts erfahren habe (FACE und "Eine Gans hat dicke Füsse")


Q. übrigens ist ein viel besserer Bruder als ich je Schwester war: als er merkte, dass L. die Tränen in die Augen stiegen, stoppte er sofort seine Ausführungen zu StarWars Rebels, nahm ihn in den Arm und drückte ihn ganz fest und sprach ihm Mut zu. Holla!

Jetzt: Geheimgedöns. Es hört nicht auf

Gegessen:
Immer noch Quark mit Kirschen und Weintrauben
Bami Goreng, Karottengemüse, Bohnen, Karottensalat
Käsebrot, Gurken, Karotten

Getragen:
 

weisse Bluse und schon wieder (seit Wochen immer wieder an der selben Stelle...) ein doofes Herpesbläschen

Gelesen:
Nemez/Sneijder 5

Gesehen:
letzte Folge der zweiten Staffel "Mindhunter"

Stressleveldurchschnitt gestern: 28
Selbstbeweihräucherung: das ganze Lufthansadrama mit dem Hübschen zusammen ganz ohne erneute Wuttränen in kompetente Hände gegeben. Nach der Beleidigungs/Bedrohungssache ist das jetzt das zweite Mal Rechtsschutz. Meine Güte, ey....

Montag, September 02, 2019

020919: Hallo, ich bin die Neue

Vielleicht war ich doch ein wenig aufgeregter, als ich mir selber eingestehen wollte, vor dem neuen Job, der auf einmal kein Jöbli mehr ist, auf jeden Fall war ich SCHON WIEDER ab viertel vor fünf wach.
Man möchte es nicht glauben, nachdem ich mich ja erstens seit 3 Jahren im Turm mit >38 Stockwerken relativ sicher bewegt habe und auch seit zwei Jahren geschnallt habe, dass die Aussenstelle nicht die Form eines E's hat, sondern eher so von einem Käsekästchen Hashtag, nur mit 3 Strichen jeweils, aber ich bin heute ungefähr 5mal fast zum falschen Schreibtisch, was sag ich, in die falsche Abteilung gelaufen! (Finance Business Partner. Ich bin bin unglaublich sicher, dass ich dort niemals landen werde. Also, absichtlich).

Meine Kisten waren schon da, auch das historische Foto aus der Produktion und der Arbeitsvertrag von 1926, die ich aus dem Müll gerettet habe, sind heil angekommen. (Neu im Fundus von "Alte Sachen, die ich in Schränken finde und behalte, weil "Wie cool ist das denn?": unter anderem Placebo-Musterkarten. Die Farbfächer der Galenik-Entwicklung, sozusagen.), der Schreibtisch war in ungefähr 5 Minuten eingerichtet, meine ehemaligen Kollegen wurden mit den letzten Ordner versorgt, die ich ihnen vermache und schon gings los!

Ganz kurz dachte ich ... hm, und was mache ich jetzt eigentlich so die ganze Zeit? Aber erstens habe ich ja einen Einarbeitungsplan (Standardspruch: "Ausgelegt auf x Monate, aber ich bin mir sicher, du schaffst es in 0.5x?" "Ja, klar" *setzt sich ein Ziel für 0.25x*), zweitens ging es heute um finale Produktverteilung und es könnte sein, dass ich spontan die Hand gehoben habe bei "Wer von den SM*-Leuten traut sich zusätzlich ein LM** zu?", weil wenn schon neu, dann grad richtig, oder? und dann hatte ich noch Face To Face mit meinem neuen Chef und hm, es könnte sein, dass ich als Erlediggrrrrrrl eingestellt wurde und zusammen mit einer Kollegin den Abteilungsworkshop dieses Jahr organisieren solldarfmuss.***

Ui, und ich habe erstmals meine Unterschrift für den Eintrag ins Handelsregister abgegeben. Holla.

Doch, das wird.

Daheim: Crosstrainern, die Geburtstagsgeschenke des coolsten Onkels aller Zeiten für Q. bewundert (der Neid von uns erwachsenen Dark-Fans für handgeschriebene, persönliche Geburtstagsbriefe seiner Lieblingsschauspieler aus der Serie ist ihm gewiss. Ich werde heute abend ausserdem probieren, ob mir der Hoodie passt.), Job auf Linkedin ändern (ich kann damit ja ehrlich gesagt gar nix anfangen, eine Gedanken dazu sind so ungefähr die gleichen wie von 90% der Menschen über Twitter oder Blogs: "Was schreibt man da denn? Wen interessiert das denn? Wie soll ich denn dafür auch noch Zeit haben? Und das soll spannend sein?", und bin dementsprechend immer högscht beeindruckt, wie schnell sehr viele Leute auf Statusänderungen dort reagieren. Danke :-)), Gedöns erledigen.

Gegessen:

  • Quark, Kirschen, Weintrauben
  • eine Butterbreze, Plattpfirsich und Banane (ich bin mit den Lunchgewohnheiten der neuen Gruppe noch nicht vertraut. Heute sind alle einzeln zu irgendwas abgedampft und allein essen gehen wollte ich nicht, weil ja dann alle denken, ich hätte NIEMANDEN, der mit mir essen gehen will und das hab ich nun davon, dass ich den Job wechseln musste. Hunger hatte ich aber sehr und Gottseidank hatte irgendwer Geburtstag oder so und Butterbrezen mitgebracht und die Gruppe kriegt montags eine Obstkiste. Was ja unabhängig vom Mittagessen eine sehr tolle Sache ist! Für morgen habe ich abgemacht und ich muss einfach noch allen beibringen, dass ich IMMER für Mittagessen zu haben bin)
  • Pizza


Getragen
die blaue Seidenbluse

und viele Ordner (das war nur eine Fahrt von mehreren)


Gelesen:
Sneijder/Nemez 4

Stressleveldurchschnitt gestern
Selbstbeweihräucherung: ***

* Nicht, was Sie denken.
** Ja, ich fand die Unterscheidung von "Small Molecules" und "Large Molecules" anfangs auch etwas albern, weil für mein Chemikerhirn ist zB Methanol ein kleines Molekül, die meisten pharmazeutischen Wirkstoffe sind aber ganz schön gross. Aber ja, wenn man es mit einem monoklonalen Antikörper vergleicht, da sind das alles Winzlinge.
*** Selbstbeweihräucherung: weder erwähnt, dass ich nach dem erfolgreichen Junggesellinnenabschied jetzt ja wieder freie Planungskapazität habe, noch auf meine grosse Erfahrung mit Mottogeburtstagen hingewiesen. Vielleicht wird das noch mit "Erst denken, dann reden". Oder eben nicht reden.

Sonntag, September 01, 2019

Hallo September!

Was war das für ein fulminanter Start in den September! Wir haben gestern einen so grossartigen Tag verbracht, das war wirklich legendär! Sonne, Berg, Wasser, Sport, Spass, unglaublich leckeres Essen und Trinken, Schlafen mit Blick in den Sonnenuntergang im Schwarzwald, unangekündigt 100% Frühaufsteher, also Milchkaffee (ich verreise jetzt IMMER mit der Nespressomaschine!) zum Sonnenaufgang und ungefähr 50 grasenden Kühen, Frühstück, heimfahren im Tröpfelregen, dann erstmal Badewanne. War das toll! (und bin ich müde. Erstens bin ich nicht sooooo weit von doppelt so alt wie die jüngste Teilnehmerin, zweitens sind 4 Stunden Schlaf nach 20000 Schritten vielleicht einfach in jedem Alter zu wenig.)







Q. schneite gerade nach einem Trainingsweekend nach Hause und ist nach 10 Trainingsstunden auch ... kaputt. Sehr.

So. Ansonsten steht auf dem Septemberplan:

  • einen neuen Job anfangen
  • den Hübschen mit Bruder und Mutter für ein Wochenende nach Wien schicken
  • eine Trauzeuginnenrede schreiben
  • L.s besten Freund zum Übernachten da haben
  • den Family Day bei des Hübschen Arbeit besuchen
  • Abschiedsapero mit meiner alten Abteilung feiern
  • meine kleine Schwester verheiraten!
  • die Kinder ins Hela der Pfadis verabschieden


Ich würde sagen: volle Kraft voraus!