Ich schreibe das hier separat, weil ich nicht will, dass es im Nachhinein irgendwie an L.s Geburtstagspost dranhängt und bei etwaigem Nachlesen immer wieder hochpoppt. Trotzdem möchte ich festhalten, dass dieser Tag auch richtig, richtig doof war.
Wegen Geburtstagsfeiern in der Früh war ich morgens nicht beim Schwimmen, hatte aber keine Lunchverabredung und bin deshalb mittags schwimmen gegangen. Weil ich mich ja kenne, habe ich eine Stunde vorher noch eine Scheibe Bananenbrot gegen Unterzucker gegessen. Nach knapp 30 Bahnen fand ich alles recht anstrengend, also habe ich es bei 30 beendet und bin gerade noch so aus dem Becken gekommen. Unterzucker, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Tunnelblick, Gänsehaut, Zittern am ganzen Körper. Und das klatschnass, mittags, eine Stunde bevor ich meinen Chef bei einem grossen Meeting mit einem Vortrag vertreten sollte. Ich hätte am liebsten einfach nur geheult. Stattdessen habe ich mich im Sitzen umgezogen, es irgendwie geschafft, mich zu schminken und (das Schwimmbad ist in der Hauptkantine) eigentlich geplant, direkt dort was essen zu gehen. Andererseits war ich zur Hauptessenszeit fertig und hatte echt Angst in einer noch so kurzen Schlange umzukippen. Stattdessen bin ich dann schnell über die Strasse in den Turm und in die Cafeteria, wo es an der Ramenbar sehr schnell ging. Dazu eine zuckerhaltige Cola und ich war wenigstens wieder einigermassen ok. Immer noch weiss wie die Wand, aber immerhin stabil. Was eine Scheisse, ey!
Vortrag lief ok, immerhin.
In einer Regenpause wollte ich dann heimradeln und ... nach 10 MInuten fand ich mich in einem Hagelgewittersturm. Ich bin ja hart im Nehmen, aber der Wind war so krass, dass irgendwann abgestiegen bin und geschoben habe, weil ich Angst hatte, umgeweht zu werden. Vor mir flog ein Bauzaun, auf dem Weg nach oben lag ein frisch umgestürzter dicker Baum auf der Strasse. Ich kam klatschnass und eiskalt daheim an, das passt zu den immer noch anhaltenden Unterzuckerkopfschmerzen.
Oida
Dazu: Wut und Traurigkeit, weil die (wie ich finde) sehr schöne Tradition der liebevollen Geburtstagsbriefe durch wiederholtes ungefragtes und unpassendes, because none of your fucking business, Runtermachen als Peinlichkeiten, die niemanden was angehen und wie kann man so was schleimiges öffentlich machen, ist dir nichts peinlich? nun für mich immer mit dieser unangenehmen Sidenote verbunden ist. (Ich weiss, ich kann niemanden ändern, nur das, wie ich mit etwas umgehe. Ich gehe so damit um, dass ich auch unter anderem deswegen den Kontakt für immer eingestellt habe, weil ich das und das wofür es steht, nämlich: "Gefühle äussern (Gefühle haben?!) ist peinlich. Du bist falsch." in meinem Leben nicht akzeptiere. Das wiederum trägt zu noch mehr "Du bist falsch" bei, aber daran kann ich wiederum nichts ändern). Anyway: ich finde es sehr schade, dass das in meinem Kopf mitschwingt an diesem Tag, weil welcher Tag, wenn nicht ein Geburtstag, sollte ein Tag zum Feiern von Liebe und Freude und schönen Gefühlen sein. Naja.
Der angedeutete Kommentar macht sprachlos. Wie eifersüchtig und neidisch muss diese Person sein.
AntwortenLöschenOh, das war vllt ein Missverständnis. Es geht nicht um klassische Blogkommentare. Die wären mir tatsächlich relativ egal. Das hier war/ ist up, close and personal...
AntwortenLöschenNein, das war von Ihnen relativ eindeutig beschrieben und ich meinte mit Kommentar die persönliche Bemerkung, ob jetzt mündlich, per Chat/ Mail, wie auch immer, und habe genau deswegen Eifersucht unterstellt. Weil es, glaube ich, einen missgünstigen Menschen eifersüchtig machen kann, wenn eine Beziehung zu jemandem nicht gut ist und die Person mit anderen Menschen völlig zurecht liebevoll ist.
LöschenWie fies kann man sein! Ich finde die Geburtstagspost immer so wunderschön und sie rühren mich obwohl ich euch ja gar nicht „in echt“ kenne und sie haben mich inspiriert selbst etwas ähnliches für meine Kinder zu schreiben mittlerweile auch schon viele Jahre, also ganz herzlichen Dank fürs Teilen ❤️
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