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Mittwoch, November 28, 2012

Ausgezwitschert

So. Ich habs wirklich versucht, aber ich werde hiermit mein Twitter-Experiment beenden.
Ich hatte ja von Anfang an Bedenken, dass ich mich nicht in 140 Zeichen ausdrücken kann und so ist es auch. Beziehungsweise: ich könnte schon, aber ich will nicht. Ich habe es echt satt, dass mir was twitternswertes einfällt, ich dann lostippe, dann ungefähr 328 Zeichen zu viel habe, dann anfangen muss, zusammenzustreichen und zu kürzen, bis es kurz genug, aber überhaupt nicht mehr witzig ist. Ich schreibe lieber ausufernd, in verschachtelten Sätzen und so lang und ausführlich, wie meine Gehirnwindungen nun mal sind.
So, dass war mein Problem mit MEINEN Tweets.
Dann ist aber Twitter natürlich sozial und interaktiv, d.h. ich habe mir eine (gar nicht soooooo) umfangreiche Timeline zusammengebaut. Und die schreibt. Und schreibt. Und ich lese ja nun wirklich schnell und gern und viel, aber eben halt: nicht 24/7 auf Twitter. Und dann ist es natürlich so, wenn ich morgens und abends (und manchmal in der Mittagspause in meine TL schaue, dann läuft die über. Mit unendlich ausfühlichen Diskussionen über die kleinen und grösseren Problemchen des Alltags, mit Linktipps, mit Retweets und alles, aber auch alles ist schon mehr oder weniger vorbei, weil es ja vor 3,4,6, 8 10 Stunden geschrieben wurde. Und ich hample hinterher und lese alles, weil: ich kann ja immer nur entweder ganz oder gar nicht und vielleicht, vielleicht ist ja wirklich mal was interessantes dabei oder ein wunderbarer Spruch oder so, und ausserdem will ich ja mitreden können und nichts verpassen, und so lese ich und lese und ganz ehrlich, auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, meine gesamte Timeline zu beleidigen, 90% der Tweets interessieren mich einfach nicht. Ich war noch nie ein grosser Chatnutzer, meine Forenzeit ist eigentlich auch vorbei, ich habe, glaube ich, einfach kein Interesse (mehr?) an diesem direkten Austausch. Dauerbeschallung habe ich hier zu Hause mehr oder weniger die ganze Zeit, von mindestens zwei Seiten, da muss ich das nicht auch noch virtuell haben.
Ich werde also weiterhin all Ihre Blogeinträge lesen, ich bleibe auch auf Instagram erhalten, ich freue mich, dass ich dank Twitter "Homeland" entdeckt habe, ich habe alle Leute in meiner Timeline nach wie vor gern, ich interessiere mich nach wie vor für sie, ich muss nur nicht andauernd direkt in ihrem Wohnzimmer sitzen. Und weil ich eben nur ganz oder gar nicht kann, und niemanden beleidigen möchte, indem ich ihn "entfolge", beleidige ich eben alle aufs Mal mache ich hiermit also einfach Schluss mit Twittern.

Service. Oder so.

Ach ja, Elektrogeräte haben es bei uns einfach nicht so leicht, dieses Jahr. Allerdings haben wir den Trockner ja noch nicht mal ein Jahr und so habe ich relativ entspannt reagiert, als sich das Flusensieb in seine Einzelteile zerlegt hat. Ich habe also bei der Servicehotline angerufen, mich dreimal aus der Leitung werfen lassen, dann mein Anliegen geschildert, beim Weiterleiten an das Ersatzteillager bin ich wieder aus der Leitung geflogen, beim folgenden Anruf aber, da hat der Servicemitarbeitder högschtpersönlich das Ersatzflusensieb für mich organisiert "In spätestens 5 Werktagen ist es da."
Zwei Wochen später hielt das alte Flusensieb nicht mal mehr mit Geduld und Spucke zusammen, das neue war imer noch nicht in Sicht. Also wieder: Hotline. Dreimal rausfliegen, dann wieder alle Nummern runterbeten, nein, da ist überhaupt kein Auftrag erfasst. Wieder genau erklärt, WELCHES Flusensieb kaputt ist ("Das in der Tür, oder?" "Nein, dieser Trockner hat keines IN der Tür, es ist unter der Tür." "Eben, sag ich ja, in der Tür" "Nein, ach, egal, schicken Sie mir das, das zu dem Trockner gehört"), "In spätestens 10 Tagen ist es da" (Warum dauert es auf einmal länger? Keine Ahnung). Egal, heute, nach nur vier Tagen ist es da, allerdings ist eine Rechnung über 43.80CHF dabei, die ich natürlich nicht bezahlen werde, weil: Garantie!  Zum anderen ist es aber kaputt, so dass ich es nicht mal bezahlen würde, wenn es keine Garantie mehr wäre und so werde ich morgen mal wieder bei der Hotline anrufen (vielleicht sollte ich heute abend schon mal anfangen, dann könnte ich das dreimal rausfliegen morgen dann vielleicht überspringen und gleich mit den Nummern anfangen.....)
tbc...

Sonntag, November 25, 2012

Schnippdedischnapp

Mind the Gap by Prozac74
Mind the Gap, a photo by Prozac74 on Flickr.

 Wie man auf dem Foto oben unschwer erkennen kann, ist endlich, endlich, endlich Little Q.s Doppelschneidezahn ausgefallen. Endlich nicht deswegen, weil ich unbedingt ein Normkind mit nur zwei grossen Schneidezähnen haben muss, nein, endlich deswegen, weil der Zahn seit fast einenm Jahr gewackelt hat und Little Q.s Essverhalten schon sehr beeinflusst hat. Jetzt ist er also raus, Q. ist stolz wie Bolle und lispelt herzallerliebst. Jetzt hoffe ich, dass der nächste Zahn bald einsatzbereit ist, weil mit so einer Riesenlücke ist Essen natürlich auch nix.

Ansonsten sind alle Männer im Haus hier erkältet, d.h. haben v.a. allem einen fiesen Husten. Little L. hat angefangen und nachdem er diese Woche ganz durchgehustet hat, waren wir am Freitag nochmal kurz beim Kinderarztcheck. Fazit: Herz gut, Lunge gut, Lymphknoten gut, Ohren gut, Hals gut, alles super, Husten halt und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, das merkt man schon, wenn da was schlimm wäre. (ich hab dann zugegeben, dass bei Little L. mein Bauchgefühl dank Lungenentzündung und Herzflattern ziemlich unzuverlässig wäre, und deswegen habe ich nochmal messbare Fakten bekommen, an denen man feststellt, dass ein Kind nicht nur "Husten halt", sondern was schlimmeres hat.)
Gibt es also Hustensirup für alle (wenn man in der Pharmaindustrie arbeitet, sind Wirkstoffe ein bisschen wie alte Bekannte: "Ach, Dextromethorphan, dich kenn ich auch, Hab ich selber zwar noch nicht gemacht, aber ich kenne die Löcher im Boden bei uns im Bau, wo die Kessel standen, in denen du lange,  lange produziert wurdest."), gestern haben wir nicht nur den Schwimmkurs geschwänzt, sondern Little Q. auch von der Pfadi-Nachtübung abgemeldet und uns einen gemütlichen Tag daheim gemacht.
zB haben wir mit der Plätzchenbäckerei angefangen (und ja, das ist hier natürlich das Logikloch, weil: Plätzchenbacken mit Kindern und gemütlich, das sind zwei Sachen, die immer noch nicht zusammen gehen).
Aber was soll ich sagen: es ging viel besser als auch schon und heute werden wir dann mal wieder tief in den Farb- und Glitzertopf greifen und die langweiligen Mailänderli pimpen. Ausserdem gibt es Schokokekse mit Toffeecreme aus der "Lecker Christmas", die mich allerdings ein wenig enttäuschen: die Toffeecreme hat sich bei mir in Karamellglibber und Fett (viel Fett) getrennt, liess sich aber durch exzessives Aufschlagen halbwegs homogenisieren. Allerdings ist sie so süss (und fett), dass man sie fast nicht probieren kann. Ich habe also ordentlich gehackte Salzerdnüsse drunter gerührt, noch ein bisschen Fleur de Sel auf  auf die Schokoglausr drauf, und schon gehts. Ausserdem gibt es noch Minzblättchen aus einer alten Brigittebeilage, die sind sogar ohne Glasur schon sehr lecker.

Wo wir grad bei lecker sind: am Freitag abend war unsere ganze Gruppe von unserem ChefChef zum Abendessen in die Burgschenke Rötteln eingeladen und abgesehen davon, dass das Essen dort echt richtigrichtig lecker ist, habe ich wieder mal festgestellt, dass ich genau da bin, wo ich hinmöchte. Ich fühle mich nicht nur in der Firmal an sich extrem wohl, die Arbeit gefällt mir echt richtig gut, und eben auch im direkten Umfeld fühle ich mich gut aufgehoben. Hach.

Little L. ist im Moment ein bisschen...naja, drei halt. Auf der einen Seite ist er schon so gross und vernünftig (bei der Vorlesenacht in der Schule sass er ganz brav unter den Schülern und hat zugehört), auf der anderen Seite ist er halt immer noch ein kleines Trotzbinkerl und so habe ich auf dem Heimweg von eben dieser Vorlesenacht 17kg wütendes und tretendes Kind unter dem Arm nach Hause geschleppt, weil ich von ihm verlangt habe, dass er eine Jacke trägt. Aber eben, was solls. Das schlimmste Schimpfwort, was ihm einfällt, ist "Mami, du bist ein Blödmann und ich binnicht mehr dein Freund", aber das ist alles nicht von Dauer. ;-).
Morgens wacht er zuverlässig um sechs (plus minus eine halbe Stunde) auf und will dann, dass ich sofort mit ihm auch aufwache und aufstehe und "Mami, können wir jetzt bitte sofort runtergehen und Kaffee machen und vorlesen und aufstehen?" 

So, genug geschwatzt, der Hefezopf ist fertig (der Hübsche hat eigenmächtig "Vollwertzopfmehl" gekauft, mal sehen, ob das Experiment geglückt ist, und ausserdem warten noch ungefähr 350 Plätzchen darauf, bemalt zu werden. (und ein Fotobuch darauf, gestaltet zu werden)

Mittwoch, November 21, 2012

Morsche Knochen

Ich werd alt, langsam aber sicher.
Nachdem ich letztens erst noch milde lächelnd einem Mitarbeiter gelauscht habe, der mir erzählt hat, dass er mit seinem künstlichen Schultergelenk das Wetter vorhersagen kann, kann ich seit gestern mal wieder links fast nicht auftreten. Da habe ich mir nämlich in grauer Vorzeit beim Trampolinspringen sämtliche Bänder so angerissen, dass eine OP nicht angezeigt war, sondern langsame schmerzhaftes Ausheilen mit stinkigem Tape-Verband. War damals eh witzig: meine kleinen Schwestern waren leichtathletisch und handballerisch unterwegs und haben sich da alle Naselang beim Laufen die Beine gebrochen die tollsten Sportverletzungen zugezogen: Kreuzbandriss, sonstige Risse, Ermüdungsbrüche, Finger-, Nasenbein- und Wangenknochenbruch, Schulter verrenkt, naja, alles sehr schmerzhafte und langwierige Sachen. Aber: Leichtathletik, das ist ja nicht gefährlich.

Als ich aber verkündete, dass ich Laufenspringenwerfen doof fände und zum Trampolinspringen gehen wolle (damals hatte ja nicht HinzundKunz ein Riesending im Vorgarten stehen), da wurde mit „ne, das ist viel zu gefährlich“ sofort abgewiegelt und erst nach ausführlicher Rücksprache mit dem Trainer durfte ich dann doch.

Dass ich mir dann mehreren unfallfreien Jahren bei einer missglückten Landung (Salto a, also gestreckt rückwärts, ging soweit eigentlich gut, nur bin ich links eben nicht auf der Fussfläche, sondern auf der Aussenkante gelandet) eben die Sprunggelenksbänder angerissen habe, das war ja „so klar, und jetzt hast Du auch eingesehen, dass das eine Schnapsidee war, oder?“.

Hatte ich nicht und so habe ich weitertrainiert und mir dann wieder erst Jahre später bei einer etwas spektakuläreren Bruchlandung nach einem missglückten 1 ¾ Salto vorwärts zwei Wirbelfortsätze angebrochen. Klingt dramatischer, als es war: ich dachte zwar kurzfristig, ich wäre tot, war ich aber nicht, alles war noch dran, ich habe dann die letzten anderthalb Stunden noch weiter trainiert, bin dann noch auf eine Geburtstagsparty und erst am nächsten Morgen konnte ich kaum aufstehen. Am Montag danach habe ich dem Orthopäden an einem Wirbelsäulenmodell demonstriert, was passiert ist, und das dabei zerstört. Am realen Objekt war es dann eben nicht so wild, für angebrochene Wirbelfortsätze gibt es „Wärme und Strom“, sowie zwei Wochen Sportverbot. Und ja, danach hatte ich dann beim Trampolinspringen nicht nur gerne mal Rückenweh, nein, ich hatte auch Angst und das ist so ziemlich das Hinderlichste (neben keiner Beckenbodenmuskulatur) dabei.... schade, eigentlich.

Seitdem bin ich bei Dehnübungen, wo man sich so nach vorne zusammenfalten muss, nicht mehr ganz so gut dabei, mein linkes Fussgelenk knackst schön, wenn ich den Fuss gegen den Uhrzeigersinn drehe und vielleicht kann ich jetzt auch Wetter damit vorhersagen.

Also, wenn es morgen oder so Wetter gibt, ich habs Ihnen gesagt!

Dienstag, November 20, 2012

Urlaubspläne 2013

Tja, beziehungsweise: keine. Und das macht mich als alten Kontrollfreak natürlich högscht nervös.

Während wir noch während unseres Elbaurlaubs 2010 beim Füsseverbrennen auf der heissen Terrasse ganz spontan beschlossen haben, im nächsten Jahr an die Nordsee zu fahren und wenige Monate danach, als „Sunrise Avenue“ „Hollywood Hills“ rausbrachte, den Urlaub nach Dänemark bei unseren Freunden in San Diego zu verbringen, sind wir dieses Jahr..... also für nächstes Jahr erstaunlich planlos.

Ich habe schon den neuen Vamos-Katalog bestellt, aber nachdem wir ja keine Kinderbetreuung wollen und eigentlich auch keine Hotels, ist der auch nicht so richtig ergiebig.

Deswegen dachte ich, ich stelle mal eine Liste (Listen. Immer gut) unser Vorlieben und Abneigungen zusammen und dann findet sich unter meinen grossartigen Lesern schon jemand, der die ultimative Idee hat.

Also:
  • Wir sind vier, zwei Eltern, zwei Kinder (nächsten Sommer 4 und knapp noch nicht 8).
  • Wir suchen ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung, kein Hotel und definitiv kein Camping.
  • Wir hätten wenn möglich einen familienfreundlichen Strand (also keine Felsklippen ;-)) in Laufreichweite.
  • Little L. ist noch ein Warmbader, d.h. Wassertemperaturen >20°C und Wellen unterhalb von 2-3 m ;-) wären gut.
  • Und klar, wir hätten gerne zwei Wochen Sonne, leichten Wind, nicht zu heiss und drückend, aber schon bittedanke T-Shirt-Wetter ;-)
  • Wenn es neben dem perfekten Strand noch ein bischen was drumrum gäbe, wäre super. Wir sind da felxibel: Burgen, Ruinen, Römersachen, Altstadt, Berge, Staudamm, irgendwas. (Stranddisco muss zB nicht).
  • Wir hätten gerne was in Autoreichweite von uns aus (aus deutscher Warte ganz links unten, aus schweizer Warte rechts oben), d.h. im Umkreis von maximal 800-1000km (auf italienischen Autobahnen dementsprechen weniger ;-))
  • Elba muss nicht nochmal sein (also: war toll, sogar zweimal, aber eben: so gross ist die Insel dann auch nicht ;-))
  • Als Ideen hatten wir bisher: Korsika, Sardinien (wo?), Ostsee (wo?), Südfrankreich (wo?), nördlicheres Italien (Cinque Terre?), oder was ganz anderes, dann doch mit Flugzeug (Griechenland, wo? Sind die nicht pleite?)
  • Reisezeit: dank Schul- und Krippenferien sind wir an die Schweizer Schulferienzeit Ende Juli/Anfang August gebunden
Ideen, anyone? Irgendwas, was das oben zusammenbringt oder eben was ganz anderes (nur: Camping nicht. Nie.)? Ich vertraue da jetzt mal ganz auf Sie und freue mich auf Tipps für Regionen oder auch ganz konkrete Unterkunftstipps! Dickes Danke schon mal.

Freitag, November 16, 2012

Advent, Advent

Meine Lieben, ich bin überwältigt von der Kommentarflut zu meinem letzten Post. Schon während des Schreibens bzw. während des schon vorher drüber Nachdenkens dachte ich mir: sowas loswerden können, sowas so schreiben, wie ich das gerne mache, deswegen bin ich so froh, mein Blog zu haben. Und ja, Ihre Kommentare bestätigen mich da dann sehr darin. Danke (Auch fürs Verlinken etc., gestern wurde mit fast 9000 Zugriffen ein neuer Besucherrekord aufgestellt!)

Also, jetzt aber: ich wollte das schon eher losgeworden sein, aber ich war auf einem dreitägigen Seminar und dann abends immer so platt, dass es für nicht mehr viel gereicht hat. Heute (mein ja eigentlich FREIER Freitag ging dafür drauf, danke an den Hübschen fürs Einspringen bei allem, was ich so an enem Freitag mache) war aber letzter Tag, ich wüsste jetzt dann eigentlich auch über sicherheitsrelevante EMSR-Sachen Bescheid, wenn ich nicht kurz vor Schluss wieder einen Hautfitzel-Incident gehabt hätte (ich hatte vorher netterweise noch ein Aspirin genommen, weil ich solche Kopfschmerzen hatte, also: praktisch keine Gerinnung = Blutbad galore ;-)) und aufs Klo geflüchtet wäre, und habe jetzt wieder Zeit für anderes.

zB dafür, Ihnen den schon lange fertigen und bestückten Adventskalender für Little Q. zu zeigen. Wie gesagt boykottieren wir ja dieses Jahr den Lego-Starwars-Kalender, es gibt aber konsequenterweise trotzdem einen Kalender mit Lego Starwars.
Passenderweise gibt es seit gestern abend bei Kunterbuntdesign einen Inthehoop-Adventskalender von Maki, den ich mit Star-Wars-Farben nicht ganz so weihnachtlich interpretiert habe ;-). Ich hatte also 24 unterschiedlich grosse nummerierte Filzstiefelchen.
Der Hübsche und ich haben dann die 4500 Teile des entsprechende Raumschiff nach der Ansleitung in 78 Häufchen sortiert und die dann der Reihenfolgen entsprechend auf die Socken verteilt. Ich hoffe schwer, dass wir uns nicht vertan haben!

Eigentlich wollte ich die Säckchen dann an einen Styroportodesstern hängen, aber dazu kams jetzt halt irgendwie doch nicht und so hängen sie an einem mit schwarzem Satin überzogenen Styroporbrett und warten auf ihren Einsatz!

Wer nicht ganz so themengebunden ist, kann natürlich die Zahlen mit Stoffschätzchen ein wenig abwechslungsreicher gestalten. (ich habe übrigens die Stiefel oben mit der Zackenschere abgeschnitten, so dass das umgekrempelte Teil eben zackig ist, sieht sehr nett aus, erkennt man auf dem Foto aber nicht.)

So, und jetzt geh ich in die Badewanne, mein vom drei Tage langen auf unbequemen Stühlen mehr oder weniger bewegungslos Rumlümmeln verspanntes Kreuz einweichen.

Mittwoch, November 14, 2012

Ein Prosit auf die Populärwissenschaft

Seit gestern oder vorgestern geistert eine Art Artikel durch "meine Ecke vom Internet", der so ziemlich alles widerspiegelt, was mir als Naturwissenschaftlerin die Fussnägel hochbiegt und den Schlaf raubt (gestern. ohne Witz), dass ich das hier loswerden muss. Für meine Seelenfrieden, für meine Chemikerehre, für meinen Nachtschlaf.

Es geht um dieses Machwerk zum Thema "Alkohol im Essen", in dem Jana Zeh (Google spuckt zu ihrem Namen ganz weit vorne einen anderen Artikel zu einer ähnlich weltbewegenden Thematik aus) sich von "Hobbykoch und Lebensmittelexperte" Ludger Fischer ("arbeitet hauptberuflich als Politikberater in Brüssel") erklären lässt, warum Alkohol im Essen nicht verkocht.
Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten vorne. Allein der Satz "Tatsächlich beginnt reiner Alkohol schon bei einer Temperatur ab 78 Grad Celsius zu verdunsten." bringt den Chemiker und Physiker zum Weinen. Abgesehen, dass "beginnt zu verdunsten" kein definierter Begriff ist, ist es auch nicht wahr. 100%iges Ethanol, also eben reiner Alkohol hat bei Normaldruck einen Siedepunkt von 78.3°C, "zu verdunsten" beginnt er schon bei viel niedrigeren Temperaturen, wie zB auch Wasser, das bei 100°C siedet, aber eben auch schon vorher "verdunstet".

Weiter geht es aber mit der Aussage " Die alkoholischen Getränke, die beim Kochen verwendet werden, haben aber oftmals einen hohen Anteil an Wasser. Dieses verhindert, dass sich der Großteil des Alkohols bereits bei dieser Temperatur verflüchtigt" Äh.........nein. Wasser und Ethanol bilden ein Azeotrop,das sich grob aus 96% Ethanol und 4% Wasser zusammensetzt und diese Mischung hat einen gemeinsamen Siedepunkt von 78.15°C, d.h.wenn meine Suppe/Sosse, was auch immer, die Temperatur von 78.15°C erreicht hat,besteht der Dampf nicht aus reinem Alkohol, sondern aus eben der 96/4-Mischung Alkohol/Wasser. Das ist blöd für Leute, die gerne 100% Alkohol gewinnen möchten, das ist nämlich nicht so leicht, beim Verkochen von Alkohol stört das aber überhaupt nicht. Geht halt noch ein bisschen Wasser mit aus der Sosse, wen stört das schon....
Weiter im Text:
"Dazu kommen die verschiedenen Inhaltsstoffe im Essen. Das Fett beispielsweise in Soßen oder Suppen hält zusätzlich die Alkoholmoleküle vom Verdunsten ab." Äääähm, nein. Ich könnte jetzt mit dem Nernstschen Verteilungskoeffizienten oder dem Grundsatz "Similia similibus solvuntur" (=Gleiches löst sich in gleichem) kommen, aber lassen Sie es mich kurz fassen: nein. Auch wenn ich Fett auf der Suppe habe, auch wenn ich eine deckende Fettschicht auf der Sosse habe, sobald die Sosse blubbert (=siedet), ist die physikalische Barriere, die die Fettschicht vielleicht auf der Sosse bildet (vielleicht haben sie das gemeint?), durchbrochen und der Alkohol (oder, wenn das Herrn Fischer glücklich macht, das Azeotrop) raus.

Und kurz vor Schluss kommt mein Lieblingsabsatz in dem Artikel: "Eine mit einem alkoholischen Getränk versetzte Flüssigkeit, die eine halbe Stunde gesiedet hat, enthält immer noch 35 Prozent des ursprünglichen Alkoholgehalts, nach zweieinhalbstündigem Sieden sind immer noch fünf Prozent des Alkohols nachweisbar. Das haben Forscher der Universität von Idaho (USA) in Studien nachweisen können. Alkohol in Getränken verträgt eben doch viel mehr Hitze als gedacht."
Also: ich hoffe schwer, dass die "Forscher der Universität von Idaho" das alles ein bisschen genauer unterusucht haben, weil so ist das ja nicht haltbar: wieviel Alkohol, wieviel Flüssigkeit, wie gross die Heizfläche/Verdunstungsfläche? Es ist ja wohl ein Unterschied, ob ich ein Glas Rotwein in einen 1000L Kessel giesse und dann zweieinhalb Stunden koche oder ob ich das in einem 1L Kochtopf mache. Da wäre mir nämlich nach zweieinhalb Stunden Sieden höchstwahrscheinlich nicht nur der gesamte Alkohol, sondern dazu auch noch alles Wasser verdunstet und der Topf würde in sanfter Rotglut vor sich hinleuchten.

Nun denn, damit das hier aber nicht ganz so trocken naturwissenschaftlich bleibt, würde ich jetzt einfach gerne mal die Annahme "zweieinhalb Stunden Sieden lässt 5% des ursprünglich zugegebenen Alkohols drin" am Beispiel meiner Bolognesesauce vorrechnen:

Also, für uns vier mache ich Bolognesesauce aus 500g Hackfleisch (und da bleibt dann auch noch was für den nächsten Tag über, aber jetzt machen wir mal eine grobe Abschätzung , da tuts das) und da kommt ein kleines Glas Rotwein rein (auch nochmehr, aber das ist ja jetzt wurscht). Sagen wir der Einfachheit halber: 100mL, die haben (wieder der Einfachheit halber) 10% Alkohol, das sind dann in dem ganzen Topf Sauce 10mL reiner Alkohol. Jetzt lasse ich das 2.5 Stunden vor sich hin schmurgeln und glaube mal den Forschern aus Idaho und sage: danach sind noch 5% vom Alkohol drin. Das sind dann 0.5 mL reiner Alkohol in meinem Topf Spaghettisauce. Jetzt machen wir wieder eine grobe Näherung und sagen, wir vier haben alle einen Riesenhunger und essen jeder ein Viertel der Sosse. Das sind dann 0.125 mL reiner Alkohol pro Nase. In einem 0.2L Glas handelsüblichem Apfelsaft darf ungefähr fünfmal so drin sein......

Und noch ganz kurz zum Thema "rausschmecken": wenn ich nicht wollte, dass die Sosse anders schmeckt als ohne den Wein, ja, dann würde ich ihn gar nicht erst reinschütten ;-).

In diesem Sinne: cheers (und ich hab jetzt einen Riesenjieper auf Spaghetti Bolo....)!

Dienstag, November 13, 2012

Butter bei die Fische

So, wer ist denn nun mit dabei, diesen Samstag in Lörrach im Burghof beim "Poetry Spam"?
Muss man da vorher Karten besorgen? Reicht Abendkasse? Wollen wir (gibts ein wir?) uns vorher irgendwo treffen? (Für eine überschaubare Gruppe könnte ich wohl sogar eventuell noch Firmenkulturrabatt bekommen.)

Montag, November 12, 2012

Gangnam Teil

Das persönlich lustigste an der ganzen "Gangnam Style"-Story finde ich, dass der Hübsche ja vor einigen Wochen in Seoul war. Ihr Kontaktmann dort liess sie an einem Tag extra durch Gangnam kutschieren und meinte "And here you see: Gangnam." Schweigen im Auto war die Antwort (eben: vor ein paar Wochen). "You know, like in this video" Schweigen. Irritiertes. Das Bordvideosystem wird aktiviert, Psy auf youtube gesucht und das Video vorgeführt. Antwort ist ein höfliches "Aha. Interesting (?!)" Am Abend im Hotel wartet eine Mail von einem daheimgebliebenen Kollegen "So cool, dass ihr jetzt gerade in Seoul seid, hier geht grade ein total abgefahrenes Video aus Südkorea bei Youtube durch die Decke", mit angehängtem Link.
Als der Hübsche also zurückkam, haben wir uns leicht irritiert das Originalvideo incl diverser Parodien (Matrix, StarWars etc) angesehen und uns nur ein bisschen gewundert.
Mittlerweile können unsere Kinder (die ja seinerzeit schon durch erstaunliche Textsicherheit bei "Nossa" überraschten) den gesamten Text incl dazugehörigem Tanz auswendig und wir haben uns am Samstag alle köstlich über die Metalversion "Bad Ass Gagnam Style" amüsiert ;-)

Little L. ish

Damit ich es nicht vergesse:
Am Samstag, als Little Q. mit den Pfadis am Waldunsichermachen war: "Mami, wann können wir den Q. wieder von den Wegsuchern abholen?"

und am Sonntag, als die Herrschaften "Ice Age 4" anschauen durften: "Mami, der Q. und ich haben uns geeinigt: er ist der orange Löwenzahn, ich der weisse"

Sonntag, November 11, 2012

Shoppingtipp

So, Werbung habe ich ja ansonsten nicht so gerne hier, aber wenn ich nicht dafür bezahlt werde, ist es ja keine, oder? Wie auch immer, ich habe heute bei Limango diese grossartigen Teller und Poster von "Lausejungen" (jaja) entdeckt. Perfekt für meine Brokkolihasser (wobei ich "Erbsus Glotzus" und den Aggro-Pilz fast noch besser finde). Und nachdem ich Gemüseteller, Superheldenposter und -teller für uns und zum Verschenken bestellt habe, können Sie gerne den Rest haben (Bettwäsche gäbe es auch schöne ;-)).
Falls Sie noch eine Limango Einladung brauchen, mailen Sie mir doch schnell, ich schick Ihnen eine ;-).

Es weihnachtet!

Heute feiert ja mein Patenmädchen Geburtstag (VIER! Hammer, oder?) und nachdem ich ja, da bin ich ehrlich, beim Nähen des Herzenswunsches nicht unbedingt den Spass meines Lebens hatte, konnte ich nicht anders und habe noch ein Geburtstagsshirt genäht. Diesmal mal nicht mit der obligatorischen Zahl vorne drauf (dafür sind hinten am Halsausschnitt vier kleine goldene Sterne aufgebügelt, die ich nicht fotografiert habe und jetzt ist das gute Stück schon eingepackt), sondern dem Engelchen aus Susalabims neuer Stickdatei, das meinem Patenmädchen am ähnlichesten sieht ;-). Die Stoffe sind lang gehütete Schätze von, sorry, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, entweder LinVins oder Kathi, für die zwar ich mich, meine Jungs sich aber weniger begeistern konnten.

Leider hatte ich genau beim Sticken mein silbernes Metallicgarn verschmissen, so dass ich die Flügel und den Heiligenschein mit blauem Glitzergarn gestickt habe, was gar nicht so auffällt, aber naja..... süss ist sie trotzdem, oder?

Es gibt aber nicht nur einen Engel, es gibt sechs verschiedene sowie ein zuckersüsses Nikolausmädchen, aus denen ich aus Leinen und Filz Geschenkanhänger gebastelt habe:



Bei den beiden Engelchen ohne Stoffkleid habe ich mit Stoffmalfarbe noch die Flügelchen (ja, das silberne Garn ist wieder aufgetaucht, auf dem grauen Leinen sieht man es aber nicht sooooo dolle, auf den Fotos mindestens....) betont, sieht ganz nett aus, finde ich!

Tja, und es geht noch weiter: als zweite Stickdatei von Susalabim bei Kunterbuntdesign diesen Donnerstag gibt es ein Add-on zum baumeligen Krippenspiel vom letzten Jahr: Ochs, Esel, Hirte und Schaf:



Bei uns hängen sie noch ganz unweihnachtlich im Zitronenbaum, aber Weihnachten werden sie mit den restlichen Kollegen vereint!

So, jetzt müsst Ihr nur noch bis Donnerstag Geduld haben und dann gibt es neues Stickfutter bei Kunterbuntdesign!
Vielen Dank, dass ich probesticken durfte, es sit mir jedesmal eine Riesenfreude3.

Donnerstag, November 08, 2012

Gerüstet

für den Skiurlaub bin ich nun endlich auch. Bekanntermassen bin ich ja ein Brillen- und kein Kontaktlinsenmensch. Bei der Arbeit darf ich eh keine Linsen tragen, ausserdem mag ich das Gefummel im Auge nicht so besonders und, am wichtigsten: ich mag meine Brille wirklich. Aber, eben, beim Baden, im Urlaub (jetzt, wo ich endlich wieder eine coole Sonnenbrille habe), und eben auch beim Skifahren, da sind Kontaktlinsen wirklich praktisch. Beim Terminabmachen beim Kontaktlinsen-Fielmann stellte sich raus, dass ich mein letztes Linsenpaket im Jahr 2008 gekauft habe (das letzte Monatslinsenpaar habe ich in unserem Dänemarkurlaub letztes Jahr verbraten, keine Ahnung, wie lange die da schon abgelaufen waren), und die Monatslinsen, die ich hatte, die gibts schon lang nicht mehr. Egal, die sehr nette Optikerin hat mich für meine Bedürfnisse von Tageslinsen überzeugt, übers Wochenende werde ich mal testen und dann bin ich bereit für die Piste. Aber so was von (okay, meine Skier könnte ich noch zum Check bringen).

Auf dem Weg in die Stadt (man könnte auch sagen, auf der Flucht vor der Kinderinvasion in der Kantine, weil heute ist ja Vatertochtermuttersohngenderzukunftstag. Meine sind leider noch zu klein) war ich noch kurz beim H&M, weil: wir haben das Skript des neuen Weihnachtsstückes in der Kinderkrippe bekommen und Little Q. ist ein Bär. Ic sah ja vor meinem inneren Auge schon wieder einen Felloverall, aber diesmal wird das wohl kostümtechnisch eher low profile gefahren, so dass Little Q. "nur" eine braune Hose und ein braunes Oberteil braucht. Hose hätten wir sogar, aber einen einfarbigen braunen Pulli? Haben wir einen, aber der ist Little L. sogar schon knapp (der ist übrigens "Chor" und braucht dazu einen weissen Pulli und eine schwarze Hose. Pulli haben wir noch vom letzten verpassten Weihnachtsauftritt, sitzt zwar mittlerweile ein bisschen knapp, aber das passt schon. Hose haben wir in dunkelgrau und bevor wir da noch investieren, warte ich doch lieber mal ab, ob Little L. nicht dieses Jahr wieder kurz vor knapp fürs Konzert ausfällt.) Also: Einkaufsziel brauber Pulli. Ich hatte vor meinem inneren Auge einen gemütlichen braunen Hoodie, oder halt ein einfaches Langarmshirt. Nun ja. Hoodies gibt es in lime, blau, grau, schwarz und orange. Langarmshirts in grau, weiss, schwarz, blau, lime, und schwarzweissbraun gestreift (immerhin). Das einzige einfarbige braune war eine Physkilehrerstrickjacke (ist das allen ein Begriff? Wissen Sie was ich meine? Wissen Sie, warum ich die nicht kaufen konnte?). Ich war also schon halbwegs bereit, entweder selber einen langweiligen braunen Pulli zu nähen oder aber bei Esprit oder den anderen teurerern Kinderläden in der Stadt nach einem Pulli zu suchen, da kam ich am Pyjamastand vorbei und in meinem Ohr tönte es noch nach: "Mami, schau mal, der Ärmel geht mir nur noch den halben Arm lang. Ich glaub, ich bin gewachsen" und vor mir hängt ein Pyjama (aus Fleece, aber gut) mit, tadaaaaaaaa, einfachem braunem Oberteil (ist sogar ein Bär draufgestickt ;-)) und türkis gemusterter Hose. Hach. Schön, kuschlig, braun. (Little L. bekam noch einen in Ringelnicky und ich einen Schal und Handschuhe), der Bühnenkarriere steht nichts mehr im Weg!

ach ja, noch was: Instagram gibts jetzt auch im Netz und wer findet, dass hier zuwenig Bilder sind, der kann ja mal da schauen gehen ;-)

Mittwoch, November 07, 2012

Kleines Fitzel, grosse Wirkung

Ich sass also heute gegen 8 in unserer allmorgendlichen Betriebssitzung, wir diskutieren über Produktionsplan, Mitarbeitergespräche, technische Probleme und so, da bemerke ich ein kleines Hautfitzel unterhalb meiner Nase. Ich zupfe es also ab (ich HASSE lose Hautfitzel ;-)) und kurz danach läuft es. Warm, rot, meine Lippe runter. Ich fange also an, rumzuwischen, habe aber natürlich keine Taschentücher dabei, ausserdem will ich das ganze natürlich unauffällig regeln, und noch ausserdemer keine GMP-Dokumente, die mindestens 15 Jahre aufbewahrt werden müssen und allen Inspektoren, die sie sehen wollen, gezeigt werden müssen, mit Blut verschmieren. Relativ bald war aber klar, dass ich das mit normalem Wischen und auch noch unauffällig auf gar keinen Fall hinbekomme. Ich habe also mit einem ca 1 Quadratmillimeter Hautfitzel ein Blutbad ausgelöst, das man eher nach einem Schlag auf die Nase erwartet hätte. Meine Kollegen haben mir erst ein Küchentuch gereicht, mich dann aufs Klo geschickt (Juppie, es gibt da im Bau nur Herrentoiletten, ich habe mir trotzdem ein Stück Papierhandtuch geholt, obwohl die Kabine besetzt war ;-). Immerhin war das Pissoir nicht belegt), zhhhhh, und dann war das Thema "unauffällig" natürlich gegessen. Es war fast so peinlich wie seinerzeit der Gelstift in der Vorlesung, weil, mal ernsthaft: wer verblutet denn fast an einem Hautfitzel?
Arbeit sonst so: superst. Immer noch. (Gewundert habe ich mich schon ein bisschen, wie ausdauernd und begeistert sich 10 ausgewachsene Mannsbilder auf einem Haufen während einer Schulung, die immer wieder mal die Ausdrücke "Zipfel", "Gummi", "reingreifen" und "drüberziehen" enthielt, beömmeln können. Ich kam mir vor wie unter einer Horde 10Jähriger ;-). Keine Ahnung, ob sie mehr oder weniger ausufernd Spass gehabt hätten, wenn ich als einzige Frau nicht dabei gewesen wäre)

Montag, November 05, 2012

Fast schon Harmonie pur...

...war unser Wochenende. Und das, obwohl (nicht weil ;-)) der Hübsche durch sein Kampsportseminar viel weg war und ich den Jungs hilflos ausgeliefert war ;-).
Angefangen hat das WE ja für Teile der Familie schon am Donnerstag, weil Allerheiligen im Aargau, wo sich 75% unserer Familie an Werktagen aufhalten, ein Feiertag ist und somit der Hübsche arbeitsfrei, die Kinderkrippe zu und Little Q. schulfrei hatte, während ich am schuften ;-) war. Am Abend vorher hatte der Hübsche dann die grossartige Idee „Wir kommen dich zum Mittagessen besuchen“(ein Schelm, wer dabei an seine notorische Kochunlust denkt). Ich habe kurz nochmal die internen Regelments überprüft (jawoll, Essen erlaubt, sogar zum ermässigten internen Preis) und nachdem die Kantine nicht innerhalb des Werksareals liegt (und von einem externen Anbieter betrieben wird), war ich mir auch total sicher, dass ich für meine Jungs keine Besucherausweise beantragen müsste. Das sah die Frau an der Kasse dann anders, aber die Jungs sahen wohl so lieb und hungrig aus, dass sie uns mit „Aber nägschtmol weisst Du“ durchliess. Die Jungs waren högscht angetan von „Oh, da kann man sich soviel Wasser nehmen, wie man will, direkt aus einem Hahn“, „Oh, da gibt es ein Förderband für Tabletts“, „Oh, da gibt es Pommes, ganz ohne dass jemand Geburtstag hat“, „Oh, da unten ist ein Hallenabd, können wir baden gehen?“, so dass wir fest planen bald mal wieder gemeinsam mittag zu essen. Dann mit Ausweis und Badehosen dabei ;-).
Anschliessend ging es noch eine Runde am Rhein entlang,

 Kunst bewundern und Spielplatz bespielen, dann ein bisschen Baustelle gucken und dann waren sie auch schon wieder weg. Ich hatte an dem Tag extra die öffentlichen Verkehrsmittel genommen (die Anbindung ist ein pain in the ass) und mich am Abend auf den gemütlcihen Shuttlebus zur Aussenstelle direkt vor die Haustür gefreut, bis mir nach 10 Minuten vergeblichen Wartens klar wurde, dass, wenn die Aussenstelle wegen Feiertag eben zu hat, es auch keinen Shuttlebus dahin gibt und so habe ich mich in die von Pendlern überfüllte Bustramsbahn gestürzt...... ich liebe meinen Tiefagaragenparkplatz!

Freitag hatte der Hübsche sich dann Brückentag genommen und sobald die Reifen gewechselt, der Wocheneinkauf erledigt, Little Q. aus der Schule wieder da war und ich mir eine Stunde Mittagsschlaf erbeten hatte (Little L. hatte tatsächlich ein bisschen Probleme mit der Zeitumstellung, vor allem mit der Richtung. Er hat mich nämlich regelmässig zwischen vier und fünf geweckt und dann auch mit „Kann ich bitte meine Füsse an dir wärmen? Jetzt müste ich aufs Klo, aber nicht allein. Wann können wir aufwachen? Was heissen die Zahlen da an der Decke? Jetzt müsste ich was trinken, aber nicht allein. Wo ist mein Hasi?“ wachgehalten, bis der Wecker läutete), haben wir uns auf den Weg ins Hinterland gemacht und nach einem Tipp von Freunden die Skiausrüstung für die Jungs ausgeliehen. Ich muss wirklich sagen, wenn Sie aus der Region Basel/Lörrach etc. kommen, der Sportshop Karrer ist wirklich ein heisser Tipp. Es ist absolut bezahlbar, die Auswahl ist riesig, das Personal ist freundlich und effizient, was will man mehr. (Soviele Leute, wie da waren, waren wir vermutlich die letzten im Umkreis von 100km, die diesen Laden nicht kannten) Somit sind wir nun alle pistentauglich ausgestattet: die Jungs mit Helmen und winzigen Carving-Skiern, der Hübsche mit seinem Board und der niegelnagelneuen Oakley-Ausrüstung aus dem Outlet und ich mit meinen alten Carving-Skiern der ersten Stunde und meiner zusammengewürfelten Ausrüstung, von der man sagen kann, das wohl keine Farbe zweimal vorkommt. Aber dafür ganz schöne viele (grün, braun, gelb,weiss, rosa, blau, schwarz, weiss, orange.....). Ich freu mich auf die Weihnachtsferien!

Den Samstag haben wir dann högscht sportlich verbracht: der Hübsche eben auf dem Seminar, die Jungs und ich erst im Hallenbad (Schwimmkurs bzw. toben), dann war ich eine Dreiviertelstunde auf dem Crosstrainer, danach sind wir auf den Fussball- und den Skaterplatz. Little L. hat das Trotinettfahren jetzt auch raus, allerdings fährt er ein bisschen unentspannt mit dauernd gebeugtem Standbein und ich habe das Gefühl, so langsam weiss er, was Muskelkater ist ;-).


Am Sonntag war dann der Herbstmessen-Besuch fest eingeplant und ich Sturkopf habe mich auch von den mässigen Wetteraussichten nicht davon abbringen lassen. Wir haben also im strömenden Regen Beggenschmutz verdrückt (ich mag das ja. Echt. Aber trotzdem muss ich nächstes Jahr unbedingt dran denken, mir keinen eigenen zu kaufen. Die Jungs schaffen nämlich beide keinen ganzen und ein ganzer eigener und zwei halbe angebissene, das ist sogar für einen echten Fan ein bisschen viel des guten.),

 das Geisterhaus von aussen angeschaut,

ein bisschen Karrussell gefahren,

 uns gefreut, dass Regenjacken und Wanderschuhe dicht waren und nach gut einer Stunde beschlossen, dass ja nächste Woche auch noch Messe ist und wir bei schönerem Wetter wiederkommen.

Daheim wurde dann genäht (ich hatte ja echt gehofft, mit der „14-Löwen-und Tigerkostüme“-Aktion mein Soll an Felloveralls für mein Leben übererfüllt zu haben, aber mein Patenmädchen wünscht sich zum Geburtstag ein Schneeleoparden-Kostüm.


Ich hoffe sehr, dass es niemandem auffällt, dass ich Kunst-Ozelot genommen habe, weil es sonst nur noch „Weisser Tiger“ oder „Giraffe“ gegeben hätte), gestickt (bald, bald, gibt es neues zu sehen), gespielt (Ubongo, Diego Drachenzahn, StarWars-Quartett, Ballonspiel, etc.), gekuschelt, vorgelesen, getobt, alles, was ein Herbstwochenende ausmacht. Abends haben der Hübsche und ich dann die Sauna angeworfen und schon war ein perfektes Wochenende wieder rum.

Donnerstag, November 01, 2012

Hand und Fuss und weihnachtliche Bettelbriefe

Offensichtlich bin nicht nur ich schon voll auf Weihnachtskurs, auch die Bettelbriefwelle ist angerollt.

Jetzt verstehen Sie mich nicht falsch, ich weiss, dass es uns sehr gut geht, dass unsere Probleme Luxusprobleme sind, am meisten haben mich am Sterben der alten Waschmaschine der organisatorische Aufwand und die Wäscheberge gestört (und dass ich, wenn ich soviel Geld ausgebe, das lieber für was täte, wo ich richtig Spass dran habe), und dass wir von unserem Wohlstand sicher noch mehr abgeben könnten, als wir es tun.
Aber. Genauso, wie ich aus Prinzip mit Leuten, die mir an Telefon oder Haustür was verkaufen wollen, keine Geschäfte mache (und das den Krankenkassentürspionfischölzeitschriftenwasserenthärtungsanlagentiefkühlessenverkäufern auch offen kommuniziere, bevor ich einfach auflege oder die Tür wieder zumache), weil ich das als Eindringen in meine Privatsphäre sehe, genauso eine Abneigung habe ich gegen Bettelbriefe um Spenden für irgendeinen guten Zweck. Wir versuchen, bei Katastrophen etc. spontan zu spenden, meist für das rote Kreuz vor Ort oder an SOS-Kinderdörfer in der betroffenen Region, ausserdem haben beide Jungs ein SOS-Patenkind bzw. –dorf, das wir monatlich unterstützen, wir freuen uns über die Infobriefe über diese Projekte und in dem Fall habe ich auch nichts gegen weitergehende Spendenanfragen für aktuelle Projekte oder im allgemeinen. Für diese Organisation haben wir uns selber entschieden, dazu hat uns niemand gedrängt.

Ich verstehe das Dilemma von Hilfsorganisationen und Vereinen durchaus: wenn einen keiner kennt, spendet keiner, klar. Aber für mich ist die Grenze dann übeschritten, wenn ich das Gefühl habe, in ein schlechtes Gewissen hinein manipuliert zu werden und mit für mich unlauter erscheinenden Methoden fast schon erpresst werde. Grenzwertig finde ich zB die (ich glaube) unicef-Weihnachtskarten, die einem ungefragt zugeschickt werden mit einem Infobrief und einer Spendeanfrage. Ich fühl mich dann immer ganz mies, wenn ich nicht spende und die Karten trotzdem verwende.

Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat aber gestern der Brief eines schweizer Mund-und-Fussmalervereins, in dem ein Packen Weihnachtskarten incl. Umschläge lag, dazu ein (vermutlich mit Mühe mit den Füssen geschriebener) Brief, in dem stand, wie arm dran Mund-und-Fussmaler wären (unbestritten) und die Karten hätten sie gemalt und die würden 16.90CHF kosten, oranger Einzahlungsschein wäre beigelegt und für noch mehr Geld würde man noch mehr Karten bekommen. Mit Umschlägen. Und genau da ist bei mir Schluss. Die Karten (die ich jetzt noch nicht mal schön fand) habe ich nicht bestellt, ich will also auch nicht dafür bezahlen. Moralisch fühle ich mich allerdings dazu genötigt, weil: ich hab die Karten ja in den Händen. Allerdings weigere ich mich aus Prinzip, was zu tun, wozu ich genötigt werde. Was also tun? Die Karten nicht bezahlen? Klar. Was mache ich aber mit den Karten (und den Umschlägen, wir haben hier chronischen Briefumschlagsmangel)? Benutzen? Unbezahlt? Da komme ich ja direkt in die Hölle! Zurückschicken? Ich habe sie nicht bestellt, ich habe keine Lust, eine Briefmarke, einen meiner eh schon knappen Umschläge und einen Weg zur Post zu investieren, um sie wieder loszuwerden. Wegschmeissen? Die hat jemand mit Mund und Füssen gemalt (und die Umschläge sind astrein ;-)), das ist ja wie Kätzchen töten..... Nun ja, der Hübsche hat Gottseidank weniger Skrupel und so ist unser Altpapiersack ein Stückchen voller geworden und ich habe den Mund-undFussmalerverein auf die Liste der für mich gestorbenen Spendenempfänger gesetzt. (Und fühle mich sehr schlecht dabei).