Sonntag, März 09, 2008

Bloggertreff AG/ZH

oder auch M/GR oder so.



Da hat mir Frau rage aber was aufgehalst. Wo soll ich denn mit dem Erzählen anfangen?


Beim professionellen Holzbeschaffen eines Bündner Exelitesoldaten/Pfadfinders? (Easyflame von der Tanke), bei der lahaaaaangen Fahrt durchs Hinterland? (Ja, ich habs eingesehen, dass wir nicht zu Fuss zur Brätelstelle kommen.)


Bei den wilden Blink- und Handzeichen, um auf lokale Sehenswürdigkeiten (Blocher-Villa, Blochers Stammlokal, Wirkungsstätte irgendeines Mr. Schweiz, Wohnort von Tina Turner) hinzuweisen, die mich ja immer zu abrupten Manövern verführten ("Okay, jetzt blinken sie links, biegen wir halt aus voller Fahr links in einen Hof ein. Oh. Anscheinend doch nicht.")


Beim begeisterten Schnee-, Erde- und Rössligaggi-Auflöffeln der beiden Minis?













Beim professionellen Anfeuern des Feuergurus (Wie der Hübsche so schön sagt: "Gib einem Bündner 7 Franken, Bananen, Chips, Cola und Wasser und er kann bis zu 5 Stunden 6 Leute in der Wildnis am Leben halten.")?
Den schlammigen Kindern? Der perfekt gepackten Tasche (Servietten, Becher en masse, Getränke etc.) für unterwegs?
Den extrem leckeren Schoggibananen (wieder kein Bild, sie waren zu schnell weg)?
Den in Strumpf-/langen Unterhosen rumspringenden Kindern, die am liebsten wieder gemeinsam gebadet hätten, stattdessen aber begeistert im und um das Bollobett herum getobt, Kaffee serviert, praktisch nicht gestritten haben?

Der perfekten und künsterlisch extrem wertvollen Lasagne?

Okay, dann fange ich damit an. Wie beim Essen dann rekapituliert wurde, eine Meisterleistung aus Schwangerschaftsverwirrung und übertriebener Höflichkeit.
Die Schwangerschaftsverwirrung führte schon vor unserem Besuch dazu, dass statt zusätzlicher Lasagneblätter Mimosen eingekauft wurden. Halb so schlimm, es wird eh noch an der Tanke Holz gekauft, da können wir dann ja noch Lasagne holen. Haben wir aber nicht.
Also waren Tomatensosse und Ricottamascarponecreme fertig, und (laut rages Zählung) zu wenig Lasagneblätter da. Ich dachte mir, naja, könnte knapp reichen, keine Ahnung was sie vor hat, holen wir halt jetzt schnell noch welche. Weder in der Wohnung der Nachbarin noch von Nachbarn auf dem Weg in den Ausgang waren welche zu holen, also: zurück zur Tanke. Da gab es natürlich keine Lasagneblätter, aber Frauen sind ja kreativ: Farfalle sind ja auch (fast) flach.
Also wurden, wieder zurück in der Küche, die vorher arg verschwenderisch eingesetzten Lasagneblätter wieder aus der Form gefischt und künsterlisch extrem wertvoll mit einem Farfalle-Rand versehen. Auch das Verstreichen der Mascarponericottacreme war eine Herausforderung, die aber ebenfalls gemeistert wurde. Beim Blick in die Lasagnepackung zeigte sich dann, dass wir gar nicht unbedingt hätten losfahren müssen, vermutlich hätte es schon knapp gereicht. Zu meiner Verteidigung: ich habe nichts gesagt, weil ich es absolut nicht haben kann, dass mir in der Küche jemand reinquatscht. Und deswegen mache ich das auch nicht.
Also, die wunderschöne Lasagne kam in den (zu diesem Zeitpunkt ganz sicher eingeschalteten) Ofen, Pause im Kinderzimmer, bis der eb meint, wir könnten jetzt ja langsam essen.
Nach dem einzigen kleinen Kampf (es gab nur eine rosa Kindergabel und nur einen Plastiktoaster, dafür aber zwei Plätze, an denen der Bollo gerne gesessen hätte) leider die böse Überraschung: irgendjemand muss den Ofen abgestellt haben. Und so hatte die Lasagne bei schonenden 25°C 45 Minuten vor sich hin gezogen. Der Salat war aber schon mal lecker und nach 20 Minuten powergaren waren die Lasagneblätter weich, die Farfalle sehr bissfest, aber durchaus essbar. An seinen Anrichtefähigkeiten kann der eb noch arbeiten. Es war viiiiiieeel leckerer, als es hier aussieht (keine Kunst).
Und als Abschluss gab es dann das einzige grosse Drama des wunderschönen Tages: der Abschied. Little Q. wehrte sich mit Händen und Füssen gegen das "In den Pyjama verfrachtet werden" und kreischte nur "Ick nit heimegoh! Ick Bollo bliebe! Ich do schlofe".

Sein erster Satz (nach dem obligatorischen "Mami, guete Morge, ick Gaggi macht") war dann heute morgen: "Heute wieder Bollo fahren?"

Die "Aargauer mit Migrationshintergrund" ("Die Bezeichnung "Touristen" wäre für euch ja noch viel zu freundlich") waren auf jeden Fall beeindruckt und freuen sich auf eine Wiederholung.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

danke, war wunderbar! und nächstes mal gibz wie gesagt schlange frisch. eb