Freitag, Oktober 06, 2017

Danke auch

Ich habe kurz vor Abfahrt ein Geschenk für den Hübschen bestellt (Glabour-Shopping-Week, you know?), zackig kam die Versandbestätigung (mit UPS, die habe ich ja gefressen, weil sie gerne Pakete gerne auch mit erkennbar sauteurem Inhalt einfach vor die Tür stellen, eine Unterschrift faken und dann wieder fahren), dann gefühlt stündlich Updates via Mail, was das Paket gerade erlebt, dann gestern 12:16 die Auslieferungsbestätigung, ich dachte mir noch: "Bin ich mal gespannt, ob es ins Paketfach passt oder die Katzensitter es reingenommen haben", aber heute daheim dann: nix. Kein Paket, keine Benachrichtigung.
Ich habe also eine Mail an den UPS-Support geschrieben, wie es in jeder Fusszeile der 48 Statusmails angegeben war, und nach dem Verbleib gefragt.
Sehr zügig die Antwort: "Ja, das Paket ist augeliefert und zwar von DPD, hier der DPD -Tracking Code, ich soll doch mal rumschauen, ob das da irgendwo steht, sonst müsse ich halt mit DPD verhandeln oder mit dem Versender, weil sie dürfen keine direkten Claims annehmen."
Jahahahahahaha, toll. Danke! Der locale DPD-Code (hätte ich den erraten sollen oder was?) sagt: ausgeliefert im Nachbardorf 20km weiter. Angeblich in einem Paketzentrum. Nachfragen kann ich nicht, weil ich bräuchte dafür einen SMS-Code von meiner nichtexistenten Benachrichtigungskarte von dem Unternehmen, von dem ich gar nicht wusste, dass sie mein Paket überhaupt haben.
Ich habe auch gar keine Lust 20km zu einem Paketdepot zu fahren, ohne zu wissen, ob das Paket da ist.
Also habe ich drei pissige Mails an UPS ("Wenn ihr keine direkten Claims wollt, dann liefert halt die Pakete einfach dahin aus, wo sie hinbestellt wurden, und bittet nicht um Feedback! Und gebt die Pakete nicht mit falscher Adresse an irgendjemand anderen!"), an DPD ("Ihr kennt mich nicht, aber es könnte sein, dass ihr mein Paket habt") und eine an den Versender ("Die sind alle fies, ich will mein Paket!").

Sowas hasse ich wie ... Fusspilz. Echt jetzt.

Kommentare:

Caramelia hat gesagt…

Manchmal, nur manchmal, würde ich mir für genau solche Sachen amerikanische Verhältnisse in Sachen Klagsmöglichkeiten wünschen. Wenn genug Leute den Versand"unternehmen" kräftig auf die Zehen treten könnten und die ständig vom Gericht eine vor den Latz geknallt bekämen, würde es vielleicht besser funktionieren.

Ich hab letztens 2 Stunden mit der lokalen Post herumgestritten, weil ernsthaft der Postler eine briefgroße Sendung nicht dabei hatte, dafür aber einen gelben Zettel in den Postkasten geworfen hat - halten Sie sich bitte fest - weil es GEREGNET hat! Die Herrschaften bei der Post haben doch tatsächlich versucht, mir das Argument "Aber Sie wollen doch keine nassen Sachen zugestellt bekommen!" zu verkaufen ...

Queergedacht.de hat gesagt…

Am Besten den Versender kontaktieren und dem den Mist schildern. Der Versender bezahlt den Versand, d.h. die UPS, DPD, und wie sie alle heißen, sind dessen Kunden. Der Versender hat die Macht, die ausführenden Organe mal kräftig "auf den Pott zu setzen". Habe das schon 2 x gemacht und das hat bestens funktioniert.

Nele | bunt, gestreift und hüpfig hat gesagt…

Kann ich so als Versender leider gar nicht bestätigen. Wir versenden bei der Arbeit mit UPS, DHL, GLS und DPD (je nach Ziel) und wenn was weg kommt, sind alle davon gleich, nämlich unfuckingfassbar gleichgültig. Man kann natürlich 23 Formulare mit jeweils 35 Seiten ausfüllen und nach ungefähr 6 Monaten bekommt man dann VIELLEICHT das Geld zurück, vielleicht auch nicht.
UPS und DPD sind mir persönlich zum Versenden am liebsten, weil man da wenigstens einen Ansprechpartner hat, wenn mal was ist. DHL geht da GAR NICHT und GLS erst recht nicht, die lassen Pakete, die sie für zu groß halten, einfach mal kommentarlos wochenlang in ihrem Lager stehen, ohne irgendwem Bescheid zu geben. Hilfreich.... Nicht!
So. Genug über die Arbeit nachgedacht am Samstagabend. ;-)