Sonntag, August 21, 2016

Pustekuchen

Wie man vielleicht aus dem Blogpost gestern entnehmen konnte, habe ich im Moment vor allem das Bedürfnis nach mal wieder gut und ausreichend schlafen. Deswegen hatten wir geplant, relativ vernünftig ins Bett zu gehen und bis acht zu schlafen und dann mein Schwesterlein in ihrer neuen Wohnung in Konstanz zu besuchen und uns dann auf der Insel Mainau die Partynachwirkungen aus dem Kopf pusten zu lassen.
Tja. Die Nacht wurde erstmal von einem aggressiven Wecker um  Mitternacht unterbrochen, dann kam um halb zwei Little L. angetappt und meinte "Mami, ich fühle mich so, als ob ich spucken müsste. JETZT!"
Nun denn, was soll ich sagen, Magen-Darm gehört zu den ätzendsten Elternleveln. Neben meiner eigenen Kotzpanik und dem allgemeinen Ekel war der bisherige Endgegner die Kombination aus oberes Stockbett, Rauhputz und sich in der Seite geirrt.... Und mit dem im Hinterkopf ist ein Kind, das es schafft, die Spuckerei anzukündigen und jedes einzelne Mal entweder ins Klo oder die Spuckschüssel zu treffen, ja schon fast ein Jackpot. Eine erholsame Nacht sieht aber natürlich anders aus, als alle halbe Stunde hochzuschiessen und dem spontan auf der Ersatzmatratze im Elternzimmer einquartierten Kind den Rücken zu reiben, es zu trösten und die Schüssel zu leeren.
Den Ausflug haben wir dann natürlich abgesagt, ebenso der Putzfrau für morgen (hoffentlich gibt die Agentur das weiter, die Kommunikation ist da eher so mittel) und der Nanny, wer weiss, wer morgen noch alles kotzt... Little L. ist vom Turnen und der Schule morgen abgemeldet und ich werde morgen die Vorteile eines globalen Jobs gegenüber einem lokalen Produktionsjobs nutzen: für eine Telefonkonferenz mit Irland und Brasilien ist es echt egal, ob ich in einer quiet booth im Elfenbeinturm sitze oder am Küchentisch neben einem blassen Kind, das mit Spuckschüssel Pokemon schaut.
Heute morgen war L. dann sehr hungrig und zittrig, aber es war dann doch noch zu früh für Bananenmatsch und Wasser, also zurück auf Null ....
Den dringend nötigen Wohnungsputz habe ich dann heute mal wieder selber erledigt (und habe damit meine Aussage revalidiert, dass das Nötige und ein bisschen mehr locker in zwei Stunden zu erledigen ist, egal, was diverse "Putzprofis" behaupten) und wäre jetzt sozusagen bereit für den Übergriff der Kotzerei auf den Rest der Familie. Oder auch nicht, das wäre ja sozusagen Doppeljackpot: MagenDarm, der tatsächlich auf ein Familienmitglied beschränkt bleibt....in dem blieb jetzt  immerhin Nudelsuppe und Früchtetee schon mal drin.

Kommentare:

Sunni Schmidt hat gesagt…

Daumen sind fest für den Doppeljackpot gedrückt. Boah, ja, ekelhaftes Virusding! Aber "Wohnung geputzt" ist ja ein Plus sowohl auf der Karmaliste als im Ökobeichtstuhl...:-)

TAC hat gesagt…

Hey, das wird ;)
Ich bin ja in der Regel schon froh, wenn es so ein kurzes "einmal-in-alle-Richtungen-und-dann-Schluss"-Ding ist. Übrigens geht hier im Ort auch grade was um, Töchterchen hatte zum Glück nur den Otto am Samstag. Beim Rest der Familie ist alles ruhig geblieben. Sagrotan-Spray lässt grüßen...
Alles Gute!
LG von TAC