Sonntag, Juni 19, 2016

It has to end here

Es war ja absehbar, dass diese Harmonie nicht ewig dauern kann.
Und so traurig es auch ist, der Hübsche und ich müssen uns eingestehen: wir werden getrennte Wege gehen. Vielleicht hätte ich es schon eher kommen sehen können, zum Beispiel damals, als er sich erst aus "Private Practice", dann aus "Grey's Anatomy" ausgeklinkt hat. Oder als er auf einmal "Mr. Robot" super deep und innovativ fand, das ich so schwurbelig-blöd und offensichtlich fand. Oder als er mitten in der dritten Staffel aus "Orange ist the New Black" ausstieg.
Wir haben es immer wieder gemeinsam versucht, haben "How to make a murderer?" begeistert gemeinsam verschlungen, "The Americans" inhaliert und gemeinsam "How to get away with murder" (ungefähr so ein Quark wie Scandal) augenrollend zu Ende geschaut.
Aktuell habe ich mit der neuen Staffel "Orange is the new black" angefangen (ich habe bisher zwei Folgen durch, die erste war sehr vielversprechend, die zweite wurde dann wieder superlarifari, bittebitte, strengt euch an!), allein, wie ausgemacht und als gemeinsames Projekt haben wir (ich fand die erste Staffel schon doof, aber ich hatte als letzter eben "How to get away with murder" ausgewählt und das fanden wir beide doof, und diesmal war der Hübsche dran mit Aussuchen) mit der zweiten Staffel "Better call Saul" angefangen. Und ehrlich: nach den ersten beiden Folgen habe ich beschlossen, dass mir dafür meine Zeit zu schade ist. Ich fand "Breaking Bad" super, endlich mal ein (Anti)Held, der sich mit Chemie auskennt, aber Saul Goodman fand ich schon da eine unglaublich nervige, blöde Nebenrolle. Es mag sein, dass ich die tiefsinnige Metaebene von "Better call Saul" einfach nicht verstehe, dass das, was ich langweiliges blödes Geplänkel finde, feinsinnige Poesie ist, aber eigentlich ist es ja egal, ob das jetzt Perlen vor die Säue oder eine blöde Serie ist: sie macht mir keinen Spass. Und so werden der Hübsche und ich uns für eine Staffel trennen, ich werde mich in Litchfield über die neuesten Knasttechniken ausbilden lassen und der Hübsche in dem, was Saul halt so macht (nix).
Als neutralen Treffpunkt haben wir imme rnoch "Modern Family", da kann man nix falsch machen. Da wir ja gottseidank einen Netflix-Account haben, bei dem man auf mehreren Endgeräten gleichzeitig schauen kann, steht unserer realen, immer noch ekelhaft harmonischen und romantischen Beziehung nach wie vor nichts im Wege. Alles gut.

Kommentare:

Tagpflückerin hat gesagt…

Ja, das passiert auch hier von Zeit zu Zeit. Die letzte Staffel "Orange" hat ihm ja sogar etwas besser als mir gefallen, doch die vierte schau ich grad solo. Dafür musste ich bei den Sons zwischendurch mal ein paar Bücher nebenbei lesen - mir wurde es einfach zu brutal. Aber wenn, dann schaun wir auch exzessiv (endlich mal nicht eine ganze Woche warten .... Mittelalter!).
Sag nur, es gibt eine neue Staffel Modern Family?! Dann muss die Tochter heute aber besonders früh ins Bett :D
glg

Evi hat gesagt…

:👍👍👍

Franzi hat gesagt…

Ich habe mich grade SO erschreckt.

Ex hat gesagt…

Mein Mann und ich sind fernsehtechnisch schon immer getrennt.
Er schaut Galileo - ich werde schon aggressiv, wenn immer wieder nach dem selbem Schema der Beitrag aufgebaut ist, ich schaue Outlander, Grace & Frankie oder Sons of Anarchy.
Einzig den Blog von Casey Neistat schauen wir gemeinsam. ;)

TAC hat gesagt…

Hier schaut/schläft oft der Herr TAC irgendwas an (oft Motorsport) und ich sitze daneben und häkle/stricke *g*
Oder er überlässt mir den Fernseher im Wohnzimmer und setzt sich an seinen Rechner, über dem er einen weiteren Fernseher hat. Seit er einen gaaanz bequemen Stuhl hat, schläft er auch da ein *g*
Insofern: Es ist nicht schlimm, getrennt zu schauen, sofern der Rest in der Beziehung stimmt ;)
LG von TAC