Samstag, April 16, 2016

Chillax, Baby!

Das Motto für den heutigen Samstag war klar: Chillen.
Beste Voraussetzung dafür war, dass hier ja gerade OsterFrühlingsferien sind, d.h. erstens kein Schwimmkurs war, der Aufstehen um 8 erfordert hätte und zweitens die Kinder sich schon die ganze Woche ans Ausschlafen gewöhnt hatten. So sehr, dass sie um 7:20, als ich mal kurz ins Bad musste schon längstens munter waren und im Pyjama Lego und Nintendo spielten. Aber immerhin brauchen sie dazu uns nicht mehr, so dass der Hübsche und ich bis halb 10 weiterschlafen konnten. (ich nicht ganz erholsam, ich träumte davon, dass ich durch kritisches Nachfragen ein "for cause audit" ausgelöst hatte, aber immerhin war das nur ein Traum und die Fragen schiebe ich bis Montag auf).

Mit Milchkaffee lasen der Hübsche und ich im Bett noch schnell das Internet leer (die Kinder hatten mit den Resten des Quarkstriezels schon ein erstes kleines Frühstück abgehalten), bevor es für die eine Hälfte Semmeln und frische Früchte holen ging, für die andere Hälfte ans Decken des Frühstückstisches mit allem Tralala, incl weichen Eiern und frischem Smoothie (ich habe ja so ein sensorisches Problem mit dickflüssigem Pamps mit noch Kernen und vllt Fitzeln drin, ausserdem sehe ich nicht ganz ein, warum ich noch einen Mixer einsauen muss, wenn ich KiwiMangoHimbeereBanae auch einfach so essen kann, aber Little Q., in den bekommt man ausser Alibiäpfeln ja keine Früchte rein. Ausser püriert. Nun denn.) und Hefeteig für Quarkstriezelnachschub ansetzen.

Nach einem gemütlichen Frühstück wurden die Jungs zu Fronarbeit verdonnert aka die Konfetti aus den blöden Konfetticrackern von Little L.s Party aus dem Gras klauben (der Hübsche hatte ein Ziel von 100 Fitzeln pro Kind ausgegeben, 1500 wären realistischer gewesen....), während ich Striezel und Mohnvanilleküchlein fertig machte. Danach haben wir dann noch ein bisschen gemeinsam weiter Fitzel gesammelt, bis wir anhand der drohenden dunklen Wolken beschlossen, doch lieber gleich noch in den Wald zu radeln, um unseren Jahresvorrat an Bärlauch für Butter, Peste und überhaupt zu sammeln.
Auf dem Weg haben wir die fast fertige neue Autobahnbrücke besichtigt, die mein Arbeitgeber aus Gründen baut, Bärlauch gepfückt und Zeug für Miniuniversen in Glühbirnen gesammelt (der Hübsche geriet ein wenig in den Sammelwahn und verlor die Grössenorientierung, so dass wir jetzt vielleicht Farne in unserem Badezimmer züchten, weil wir doch keine Glühbirnen mit 50cm Durchmesser hatten. Ausserdem haben wir einen Fuchsbau besichtigt und sind den Hügel ganz rauf, damit wir wirklich mit Schwung runterrasen können.

Noch vor dem Regen kamen wir trocken wieder daheim an, der Hübsche hat Glühbirnen auseinandergenommen, ich habe Bärlauch zu Gedöns verarbeitet.

Kaffeepause, passend zum Waldbesuch "Arthur und die Minimoys" auf Netflix, ich nutze den Sale bei Esprit, um erstens ein paar Sommerblusen und mehr Skinny-Hosen zu shoppen, dazu einen Haufen Strickkleider in den Warenkorb zu legen, dann aber kurz zu überlegen, sie alle wieder rauszunehmen, weil: kein Mensch braucht 5 nur in Nuancen verschiedene schmale Strickkleider in dunkelblau mit V-Ausschnitt und manchmal Raffung an der Seite, dafür aber entdecke ich einige flache und trotzdem hübsche* Schuhe, die zu Sommerkleidern, den neuen schmalen Hosen und meinem blöden MortenNeurom und den im Sommer zu erwartenden 38Grad bei der Arbeit passen, und immerhin ein Sommerkleid, das zwar auch dunkelblau (mit weissen Punkten) und seitlich gerafft ist, aber immerhin kurzärmlig ist, zum Abendessen Tacos mit allem Tralala, ich mache Semmelteig für morgen, danach Badewanne für die Kinder, Vorlesen, halt, nein: "Mami, kann ich mal mehr als nur ein Kapitel vorher selber lesen? Zum Beispiel das ganze Buch?", also eher: mit Herzblubbern neben Little L. im Bett lesen, der mit grossen Augen und hochkonzentriert "Drache Kokosnuss und irgendwas" liest, bevor ich zum Einschlafen noch ein Kapitel aus "Seeräubermoses (Werbelink)" vorlesen darf.

Dann Badewanne für mich, Glühbirnenuniversen bewundern und jetzt "Sons of Anarchy" schauen (wir sind so neugierig aufs Finale, dass wir uns die letzte Staffel gekauft haben, statt auf Netflix zu warten.)



*jenseits von Chucks, und die gehen zur Arbeit eher nicht, gefallen mir flache Schnürschuhe praktisch gar nicht, Loafers und Mokassins gehen gar nicht, Ballerinas nur, wenn sie auf gar keinen Fall aus Animalprint sind und auf noch gar keineren Fall eine Schleife oder ähnliches vorne drauf haben.

Kommentare:

Antje Weber hat gesagt…

Ich finde das faszinierend:) wenn wir am WE geschrillt haben, hätte ich nur schreiben können: "Wir zogen irgendwann vom Bett auf die Couch um, machten uns zwischendurch dies-oder-das zu essen, schauten den TV leer und zogen Abends wieder ins Bett um"
So unterschiedlich kann man chillen auslegen :D

weiderella hat gesagt…

Früher, wenn ich in ihrem Blog las "die Kinder haben uns bis halb zehn weiterschlafen lassen" dachte ich immer "puh, wir denken nochmal über Kinder nach, halb zehn, so früh...".
Jetzt haben wir nach langer Pause wieder einen Hund - der leider kein Lego spielt sondern zwischen sieben und acht total wach ist und raus will. Und wieviel man da auch einmal in einen total chilligen Samstag reinbekommt :-).
Ich wäre übrigens gespannt über Berichte, ob das mit dem Glühbirnen Biotop auf Dauert funktioniert. Danke!