Freitag, Februar 06, 2015

Kulinarisches

Nachdem ich gestern ja schon unser supergesundes Mittagessen erwähnt habe, möchte ich den heutigen Tag im Bett doch kurz nutzen, um über ein paar wichtige Ernährungspunkte zu referieren

Zum Beispiel: Haribo Tropifrutti. Kennen Sie alle, oder? Ich mag die schon immer sehr gerne, bin allerdings immer noch nicht drüber weg, dass es jetzt als Farbjoker sozusagen den Tukan in allen Farben gibt. Mein innerer Monk sperrt sich gegen grüne Tropifruttis, die keine Palmen sind, weisse, die keine Ananas sind, etc. Die violetten Maracuja-Dinger finde ich... okayish, aber unnötig. Tropifruttis sind übrigens die einzigen Gummibärchen, wo ich meine eherne Regel: "das beste zum Schluss" nicht einhalte. Da esse ich knallhart nach Vorliebe (grün>weiss>(lila)>dunkelrot>hellrot>orange>gelb), so dass am Schluss immer ein Mix aus Mandarinenscheiben und Bananen übrig bleibt, der leicht angetrocknet dann eigentlich ganz gut schmeckt. Ich habe das Essen von Tropifrutti-Gummibärchen lange studiert, und bin mir nicht ganz sicher, was die perfekte Art und Weise ist. Ich meine: es ist ja allgemein bekannt, dass das Alleinstellungsmerkmal von Tropifrutti die unglaublich glatte, perfekte Konsistenz des Inhalts unter der leicht festen Hülle ist. Am liebsten schneide ich mit einer Schere alle "Kruste" ab, esse sie vorneweg und geniesse dann den glatten Teil ohne störende Krustenreste. Wenn man gerade keine Schere da hat (oder die Bürokollegen einem keine Schere mehr leihen, weil sie es eklig finden, wenn die dann entweoder klebt oder abgeschleckt wird), kann man natürlich auch die Kruste vorher wegbeissen, allerdings bekommt man da keine so pefekt glatten Schnittkanten hin, es bleiben Zahnabdrücke und manchmal auch Krustenreste am Weichen. Ausserdem bekommt man sehr klebrige Finger, das Innenleben des Gummibärchens sieht auch nicht so edelsteinhaft schön aus, wie wenn man es mit der Schere freischneidet, und ja, man wird komisch angeschaut, wenn man dabei beobachtet wird. Deshalb habe ich eine semiperfekte Art gefunden, Tropifruttis gesellschaftsfähig zu essen und trotzdem zu geniessen: man steckt sie ganz in den Mund (das scheint ja der common sense bei Gummibärchenverzehr in der Öffentlichkeit zu sein), beisst mit den Schneidezähnen genau mittig (und zwar so mittig, dass eine möglichst grosse Schnittfläche entsteht) in einem einzigen Biss durch und kann dann die glatte Fläche geniessen. Zur Not geht das.

Was ich auch unglaublich gern mag, sind die Leibniz "Tag am Meer"-Butterkekse mit Salz-Karamell-Crunch-Geschmack. Obwohl ich Karamell liebe, bräuchte ich das jetzt da gar nicht unbedingt, schmeckt man auch  kaum raus, finde ich, aber die Salzstreifen, die drüber gezogen sind, die sind der Hammer. Ich weiss nicht, wie es bei Ihnen ist, aber meine Erinnerungen an Urlaub am Meer früher sind für immer und ewig mit Gurken, Butterkeksen und Dosenpfirsichen verbunden. Gurken mag ich immer noch, Dosenobst würgt mich, und Butterkekse sind das ultimative Soulfood. (Auch hier: logisch, dass man immer erst die vier dicken Nupsi an den Ecken abbeisst und dann den Rest isst, oder?). Butterkekse früher am Strand haben, weil man ja total durchfroren frisch aus dem Wasser kam, immer salzig geschmeckt, das einzige, was nicht so lecker war, war das Anweichen durch die meerwassernassen Finger. Jetzt gibt es die also in salzig und knusprig (und ohne Dosenpfirsichbegleitung), das ist Urlaubsfeeling deluxe!

Kommentare:

weiderella hat gesagt…

"logisch, dass man immer erst die vier dicken Nupsi an den Ecken abbeisst und dann den Rest isst, oder?" - Ganz logisch. Erst die Nupsis abbeissen, dann vorsichtig die restlichen Zähnchen abknabbern und DANN erst den Keks essen. ;-)

Mareike hat gesagt…

Also ich esse ja am allerliebsten die Bananen und die Mandarinen. ;-) Das neue Lila-Zeug brauch ich nicht wirklich. Und der Tukan irritiert mich auch immer wieder.
Ich bin allerdings wirklich noch niemals auf die Idee gekommen die Dinger mit einer Schere zu bearbeiten. Wieder was dazu gelernt. :-))

Irene hat gesagt…

Nein, bei Butterkeksen knabbert man rundherum erst alle Hubbel ab, um eine möglichst gerade Randfläche zu erreichen, dann darf man den Rest essen.

Malcesine hat gesagt…

Ich denke, Haribo wird nach diesem Blogeintrag in Zukunft jeder Tropifrutti-Tüte eine Schere beilegen ;-)
Sehr schöner Monk-Beitrag! Ich knabber bei den Haribo-Erdbeeren immer erst die rote Hülle ab und esse dann die weiße Füllung.