Dienstag, Oktober 07, 2014

Seilpark

Die jungs und ich machen ja grad abenteuerurlaub im bündnerland. Frau rage samt nachwuchs hat uns nach vna (kommentar von accuweather: "geben sie den ortsnamen in der eingestellten Landessprache ein") eingeladen und so sind wir am montag vormittag ins bündnerland aufgebroche . Highlight der fahrt laut beifahrern: der autoverlad veraina. Ich habs ja nicht so mit engen dunklen räumen und das auto auf andere verkehrsmittel drauffahren, das mag ich auch nicht, aber noch weniger hätte ich damit gerechnet, wie schnell und ruckelig das dann alles ist.
Vor ort ging es dann grad noch zwei stunden nach scuol ins thermalbad und dann (abenteuerurlaub!) mit 7 müden und hungrigen kindern auf die jagd nach was zu essen. Wegen kein platz in pizzeria und co waren wir dann rel. chic thailändisch essen (abenteuerurlaub!) und ich glaube, wir könnten uns auch in zukunft dort noch blicken lassen.
Heute war der plan dann eigentlich ein gemütlicher vormittag im seilpark, dqnach ein entspannter nachmittag, an dem die kinder im dorf räuber und gendarm spielen und wir erwachsenen uns die bergsonne auf den kopf scheinen lassen.
Tatsächlich waren wird irgendwann zwischen 10 und 11 im seilpark, nach einer einführung machten sich die beiden grossen mehr oder weniger selbständig auf die tour durch die u8 parcours, während wir erwachsenen die kleinen begleiteten.
Irgendwann dann hatten die genug und und die grossen wollten hoch hinaus. Also teilten wir uns auf, die eine hälfte ging richtung spielplatz und mittagessen, die andere in die baumwipfel.
Irgendwie bin ich in den wipfeln gelandet, was insofern lustig ist, weil ich beim klettern schon immer eher der schissrige part war. Wir haben also erst mal den parcour für über 8, aber unter 10 gemacht. Danach war ich mir sicher, dass sie das anseilprozedere beherrschten und auf sie wirklich verlass ist. Und dementsprechend war es dann auch in ordnung, als sie höher rauswollten. Als erstes machten wir uns an den nächstleichteren parcours, der gleichzeitig der allerhöchste war. Über schmale wacklige leitern kletterten wir auf 14m höhe, danach ging es an der rolle via zip-line in wilder fahrt durch die wipfel nach unten. Man merkte, dass die jungs (grosse neunjährige) an der unteren altersgrenze waren,  weil das umhängen sehr schwierig wurde, sobald die karabinerschlqufen nur minimal verdrillt waren. Vor lauter "oh gott, ich muss hinterher" hatte ich gar keine zeit, nach unten zu schauen oder angst zu kriegen. Ein paar blessuren später (aufgeschrammtes schienbein bei mir, blaue flecken wegen zusammenprall bei q. und mir) waren wir unten und es gab für uns schon wieder keine pommes, weil es schon drei und deshalb die pommes alle waren. Als abschluss wollte little q. dann noch "alle restlichen" parcours machen, alle ab 10 oder 12 und entweder schwer oder sehr schwer.
Wir einigten uns auf "noch einen oder keinen" und erwischten einen der es echt in sich hatte. Auf 10m höhe musste man sich an einer liane über einen abgrund schwingen auf der anderen seite mit beiden händen und am besten auch mit den füssen die liane loslassen und sich in ein risieges netz verkrallen. An dem musste man dann zur nächsten plattform hochklettern.
Bis ich mir überlegen konnte, ob ich das quch wirklich machen wollte, war little q. schon losgeschwungen, erwischte im zweiten versuch das netz, kämpfte sich nach oben und liess uns beiden nachzügler alt aussehen. Rages grosser sohn hatte massive bedenken, ob das wohl eine gute idee wäre, da jetzt auch zu schwingen und je länger er überlegte und je öfter er bei "drei und los" nicht sprang desto schwieriger wurde es natürlich. Auch für mich, weil ich, egal ob er jetzt schwingen oder den abseilservice nutzen würde, q. hinterhermüsste. Und nach einer gefühlten (vllt. auch echten) halben stunde war er dann endlich heil drüben. Wenn ich was von ihm gelernt hatte, dann: nicht lang überlegen, einfach springen. Ging übrigens gut. Der rest war dann zwar wackelig und hoch, aber nicht mehr dramatisch. V.a. weil die jungs eh keine angst mehr hatten und ich einfach nur noch bis zu der trittebene fokussierte und die 10m. Luft bis zum waldboden einfach ignorierte. Wieder unten war der seilpark eigentlich zu, aber die kinder durften noch trampolinspringen, bis wirklich alle k.o. waren und so endete unser "gemütlicher vormittag im seilpark" um kurz nqch 18:00h.
Ich habe rechtschaffenen oberschenkelmuskelkater und ein blaues schienbein, little q. hqt sich  eim abstieg vom trampolin das knie verdreht, alles in allem perfekte voraussetzungen für die wanderung auf den maiensäss (mit übernachten!) morgen.

Kommentare:

Irene hat gesagt…

Klingt nach enormem Spass bei der U10-Fraktion *g*.
Wir waren im August zum ersten Mal in einem Seilpark, und ich habe etwas Verblüffendes herausgefunden: ich habe ja eigentlich Höhenangst, aber offensichtlich nicht, wenn ich "angebunden" bin. Da konnte ich problemlos über das Drahtseil balancieren UND dabei runterschauen!
Ich wünsche schönes Wetter für die morgige Wanderung :-)

Cornelia Freitag hat gesagt…

Grüßen Sie mir das wunderschöne Engadin. In Scoul haben wir drei wunderschöne Skiurlaube verbracht, an die wir mit Sehnsucht zurückdenken.
Ihnen allen noch eine tolle Woche, schnelle Knieheilung und noch viele Abenteuer.

Mit Restaurantempfehlungen kann ich leider nicht dienen, wir waren immer Selbstverpfleger.

Liebe Grüße
Leseratte37

Silke Stein hat gesagt…

hört sich trotz aller blessuren nach jeder menge spass an, bleibt dabei :-))

obadoba hat gesagt…

Klasse!
So ein Hochseilgarten ist ein großer Spaß, gell :-)
(Und ich hab da bislang noch jedes Mal einen Muskelkater bekommen, Klettern hin oder her. Und ja, blaue Flecken auch.)

Sunni Schmidt hat gesagt…

Hallo, wenn ihr in Scuol seid, fahrt nach Guarda und dann nach Soglio, sehenswert! Außerdem das Giacometti- Museum ansehen in Stampa und Palazzo Castelmur(wenn offen!) Liebe Grüße, Sunni