Montag, September 29, 2014

Babylon

Auch und besonders im Namen von Little Q. darf ich mich herzlich für Ihre Kommentare zu seinen Ausführungen gestern bedanken. Inhaltlich müssen wir beide anfügen, dass wir uns ein bisschen in der Mace-Vindu-Geschichte verfranst haben und deshalb nicht mehr zu der Frage kamen, warum Luke erst ein blaues und dann ein grünes (oder andersrum) Lichtschwert hat. Das kam so (hat mit Little Q. erzählt): Ursprünglich hatte er ein grünes, das hat er dann irgendwie verloren (ich nehme an, dazu gibt es eine dramatische Erklärung, nur verschludern zählt wohl nicht mal bei Jedis), dann hat er sich ein neues gebaut (wie das geht, sieht man ja im Video), allerdings nach den Bauplänen von Obi Wan und nachdem der nun mal ein grünes hat, wurde das neue von Luke dann eben auch grün.

Nun zu einem anderen Punkt, der vielen von Ihnen aufgefallen ist: das süsse Schweizerdeutsch von Little Q. Ich war ja gegen Ende versucht, hinten anzuhängen: "Das war Hochdeutsch, wie man es in der Schweiz spricht". So sprechen Little L. und Q., sobald sie jemand auf hochdeutsch anspricht, also auch mit dem Hübschen und mir. Hochdeutscher wirds nicht ;-). Die Helvetismen und das "oder" am Satzende (das übrigens nicht die Aufforderung zu einer Bestätigung ist, wie ich das zu meinen Anfangszeiten in der Schweiz immer dachte, und somit gar nicht mehr aus dem Kopfnicken rauskam), das ist so, die kommen auch auf Hochdeutsch, ich merke sogar an mir, dass ich mir das teilweise angewöhnt habe bzw. meine Familie in Bayern merkt das, wenn ich dort bin. In Kinderkrippe, Schule, mit Freunden und eben Leuten, die mit Ihnen Schweizerdeutsch sprechen, sprechen beide Kinder, wenn man das so sagen darf, akzentfreies Schweizerdeutsch, im speziellen Baseldytsch mit Fricktaler Einschlag. Leider, leider ist das praktisch unmöglich für die beiden, auf Befehl umzuschalten, oder auf eine hochdeutsche Ansprache auf Schweizerdeutsch zu antworten, also gibt es praktisch keine Video- oder Tondokumente, die das zeigen, aber glauben Sie mir, das ist wirklich eine ganz andere Hausnummer, als der leichte Akzent gestern. Ich finde Ihre Kommentare wirklich interessant, weil ich höre den Schweizer Akzent bei meinen Kindern nämlich gar nicht mehr, ich merke nur, wenn sie die immer seltener werdenden Bavarismen vom Hübschen und mir kopieren und das klingt dann wirklich schräg. "Du greisliga Pfuideifi, schau, dass di schleichst", mit dem gutturalen schweizer "Ch" und einem freundlichen "Oder?" hintendran, das klingt wirklich lustig.

In diesem Sinne: sollen wir das nächste Video untertiteln? ;-)

Kommentare:

julia hat gesagt…

ben sagt folgendes zum thema lichtschwertfarbe:
im dritten teil, im kampf auf mustafar, schlägt obi wan anakin den arm ab. dann schnappt sich obi wan sein lichtschwert (also anakins, farbe blau) und gibts im 4. luke. und dann verliert luke im 5. sein lichtschwrt im kampf in der wolkenstadt und dann baut er ein neues in grün.

Anonym hat gesagt…

Nein nein, sie sollten das nächste Mal vielleicht einen Ur-Schweizer fragen lassen, Sie filmen, und wir hören dann die Kinder "schweizisch" (wie meine Tochter fragte "Spricht Tante .... auch schweizisch?") :-)

buntgestreifthuepfig hat gesagt…

Also ich wäre froh, wenn meine Schweizer Kunden alle so sprechen würden wie Little Q.! Das ist doch astreines Hochdeutsch mit leichter Färbung, und manches Mal sitze ich am Telefon und versuche verzweifelt, wenigstens die Frage, die mir gestellt wird, zu verstehen (wenn schon nicht die Geschichte drumherum)! ;-)

Das "oder?" am Ende eines Satzes hat mich allerdings am Anfang auch enorm verwirrt! Inzwischen hab ich das voll integriert und warte noch drauf, dass es mir selbst irgendwann rausrutscht.

Liebe Grüße
Nele

Nadine hat gesagt…

Hallo Frau Brüllen, bei der Vorstellung von "Du greisliga..." im schweizer Hochdeutsch musste ich grade breit grinsen.
Tolles Video, bin beeindruckt, dass Little Q. so lässig ist vor der Kamera (und das SchweizerHochdeutsch find ich auch toll)
Viele Grüße,
Nadine

Nicole V. hat gesagt…

Bitte nicht untertiteln. Es ist so, wie es ist, schon ganz wundervoll!

Und ich schließe mich der Idee an, doch einen Schweizer Interviewer hinzuzuziehen, damit wir alle in den Genuss des Baseldytsch mit Fricktaler Einschlag kommen. Oder Sie machen Zwei-Kanal-Ton...

Ich freu mich schon! :-)

Herzliche Grüße,
Nicole V.

Buchschreck hat gesagt…

Das Problem, das man auf Hochdeutsche Ansprache nicht mit DIalekt antworten kann, kenne ich.
Aus Schwaben nach NRW gezogen, sprach ich nur noch Hochdeutsch, weil sich der schwäbische Dialekt für mich in dieser Umgebung komisch, stellenweise sogar falsch anhörte.

Jetzt in Oberbayern wohnend, ist es noch immer Hochdeutsch, weil sich das noch besser anhört als hier zu Schwäbeln.

Mit Freunden und Familie in Schwaben wird aber weiter im Dialekt gesprochen.

Ich verstehe also, das Little Q. da nicht einfach sprechen kann, wie man es gerne hätte. Meine Westfälische Kollegin wollte auch immer, das ich mit ihr Schwäbisch spreche, aber das ging einfach gar nicht..

Mal sehen, wie lange es dauert, bis wir uns ein wenig Oberbayrisch angewöhnt haben. Ich fänds schön, komme mir immer so Außenseitermäßig vor, mit meinem Hochdeutsch.

LG