Samstag, Juli 12, 2014

Samstagsgeblogge

Der Tag hätte fast richtig früh angefangen, weil um 5:20h mein Handy läutete und der Schichtleiter dran war. Erstens hat er jetzt eine neue lustige Episode für den Zusammenschnitt "Was Betriebschemiker sagen, wenn man sie aus dem Tiefschlaf klingelt", weil das Handy bei mir über Nacht immer am Ladekabel hängt und mir deswegen aus der Hand gerutscht und zwischen die Decken verschwunden ist. Abgenommen hatte ich allerdings noch, aber ich nehme an, er kann mit Ausdrücken wie "F..., wo is das Scheissteil jetzt hin?" umgehen. Als dann alles soweit geklärt war (dachte ich), sah ich, dass es schon halb sechs war und da kann man ja eigentlich schon aufstehen, wenn der Wecker eh um 6:00h läutet. Kurz vor Kaffeemachen ist mir gsd eingefallen, dass das Wochenende nicht super kurz war, sondern noch gar nicht stattgefunden hatte. Also: zurück ins Bett, Adrenalin runterfahren (ist immer noch nicht so leicht), weiterschlafen.
Um acht bin ich dank endgültig aufgestanden und habe noch vor Kaffee und Frühstück das Shred-Programm gestartet. (Noch bis Montag. Viel länger halte ich das Geschwätz auch nicht aus). Kaum war ich mit der zweiten Runde Rockstarjumps (irgendwann lässt es mich da noch mal richtig hin. Ich bin da so platt, dass ich einfach springe, wie in Trance....) und der folgenden Bauchrunde fertig, da klingelt schon wieder das Handy und der Schichtleiter der Frühschicht war dran. Es war doch noch nicht alles klar und es war eine blöde Idee gewesen, das Laptop nicht mit nach Hause zu nehmen, denn so musste ich statt gemütlich zu frühstücken schnell duschen, einen Kaffee in den Warmhaltebecher schütten und in den Betrieb fahren. Nun denn, es liess sich gsd alles recht schnell erledigen und immerhin konnte ich die Kiste Partydeko, die ich die letzten Tage immer im Büro vergessen hatte, mit nach Hause nehmen. Klar, wenn man an einem Samstag morgen mit einem Riesenkarton vom Werksareal spaziert, da will dann der Werksschutz nochmal schauen, ob man da nicht einen Kaffeemaschine, einen Drucker oder ein HPLC-Gerät mitgehen lässt. Trotz zT Corporate-Farben war er sehr schnell davon überzeugt, dass die Kiste voller Equipment für die Partys für den Hübschen und Little Q. von der Party Princess rein privat wären.

Auf dem Heimweg übernahm ich dann noch den Semmellieferdienst und endlich gab es dann Frühstück. Anschliessend gingen die Urlaubsvorbereitungen eine Phase weiter: Little Q. holte sich in der Bücherei Lesefutter für zwei Wochen, ich ging in den Baumarkt (und musste an der Farbrüttelmaschine an Frau Mutti denken) und besorgte Malerfolie und Panzertape, mit denen wir dann für den Flug die Kinderautositze verpacken werden.
Mittags ging es dann ins Nachbarstädtchen, für den Hübschen das Geburtstagsgeschenk bestellen (es gibt eine neue Brille), CDs und DVDs für die Kinder besorgen (trotz atemberaubender Landschaft fürchte ich, dass die Autostrecke evtl. doch ein bisschen lang für die U10-Fraktion werden könnten), Geburtstagsgeschenke für Little Q. und die Freunde, die die Kinder zT schon für Mitte September eingeladen haben besorgen, und, zu guter Letzt, die Reiseapotheke aufstocken. Ich komme mir dann immer wie ein ganz schlimmer Pharmajunkie vor, wenn ich die Liste runterkaufe, aber hey: die Sachen, die wir dabei haben, die haben wir bisher fast nie gebraucht, und das ist doch auch mal was wert, oder?

Mittlerweile sind wir hier auch schon so verwurzelt und vernetzt, dass wir Samstags in der Stadt immer Bekannte treffen, heute die Frau eines ehemaligen Kollegen mit Kindern in der Spielzeugabteilung und die Controllerin, mit der ich am Donnerstag das Budget ausgehandelt habe, in der Apotheke. Erinnert mich an früher daheim, wo wir jeden Samstag mittag nach Freising gefahren sind und die Hauptstrasse rauf- und runtermarschiert sind (natürlich mit einem ausgeklügelten Einkaufsplan, aber ausser "Zwei Laib Schrotkerndl, in Vierteln bitte" in der Hofpfisterei und die Bratwürschtl für das Mittagessen danach in der Metzgerei "Zuhr" erinnere ich mich nicht, was wir da jede Woche gekauft haben. Ah, doch, Markt war auch noch.) udn dabei Gott und die Welt getroffen haben.

Nun ja, daheim habe ich dann noch eine Babygarnitur für ein Internetbaby von ganz lieben Menschen genäht und hoffe sehr, dass es ihnen gefällt. Beim Nähen von Babymädchenklamotten, das ist der einzige Moment, wo ich mir denke: hach, so ein kleines Mädchen, das wäre schon noch was. So rein nähtechnischn. Aber so werden halt die Freundestöchter benäht und ich hoffe irgendwann dann mal auf Nichten.

Punkt 18:00h waren wir dann parat für das Spiel um den dritten Platz, was aber dann, laut Little Q. "Spontan auf 22:00h verlegt" wurde. Ganz sicher ist es gestern noch anders auf unserem Spielplan gestanden.

Naja, und dann war der Tag auch schon rum, ich merke bei mir, dass ich innerlich ziemlich unentspannt bin wegen Urlaub und Packen und so, aber das hat sich ja bald.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Malerfarbe??das brauch ich bitte erklärt :-)

Frau Brüllen hat gesagt…

Folie, nicht farbe. Gnarf

Pia Lehmann hat gesagt…

Falls sie ein Freund von dunklem Brot sind, unbedingt einen Vorrat nach Island mitnehmen ( Aufbackvarianten in Brötchenform gibt es ja auch) . In Island gibt es meist nur pappiges Weißbrot, welches die merkwürdige Eigenschaft hat, ewig am Gaumen zu kleben.