Sonntag, März 23, 2014

Nachtzug nach Nirgendwo

Der Abend gestern war dem verschwurbelten Tag durchaus angemessen. Ich habe nämlich bei der Büchereitour nicht nur "Turbo, die kleine Schnecke" ausgeliehen, sondern auch die Verfilmung von "Nachtzug nach Lissabon".
Ich erinnerte mich nämlich, dass ich das Buch von einer meiner Schwestern mal geschenkt bekommen hatte und die Geschichte mit dem Start in der Schweiz, der mysteriösen Geige und dem tragischen Ende ganz grossartig fand. Auf dem DVD-Cover stand zwar nix von Musik und Geige, dafür von einem Buch, immerhin etwas von einem Suizidversuch und die Geschichte beginnt in der Schweiz, alles super.
Als, der Hübsche, der war schon nicht ganz so begeistert von der Idee, nach 8h Kampfsporttraining noch einen Film in Sepiaoptik mit mir anzuschauen, aber ich hatte keine Nerven für einen Bruce Lee Film (habe ich nie), und durch "Ich hab, das Buch gelesen, das war der Hammer, soooooooo schön und traurig!" habe ich ihn dann doch überzeugt.
So die erste halbe Stunde passiert in dem Film relativ wenig, ich habe den Hübschen (und mich selbst) mit Durchhalteparolen "gleich kommt bestimmt das Mädchen mit der Geige und dann geht der Film richtig los" motiviert. Irgendwann dann war der Protagonist in Lissabon und es wurde immerhin schon von einer mysteriösen Frau geredet, die zwar nix mit Musik zu tun hatte, aber vllt hatte sich der Drehbuchautor da ein paar Freiheiten genommen und Musik durch Widerstand ersetzt und vielleicht die traurige Heldin durch einen wunderschönen Arzt? Immerhin kam mir die Geschichte mit der Augenärztin und ihrem Onkel vertraut vor....
Was soll ich sagen, es kam bis zum Schluss keine Geige und kein Mädchen in einer Klinik vor und mittlerweile weiss ich auch wieso: Meine Schwester hat mit damals nicht "Nachtzug nach Lissabon" geschenkt, sondern "Lea" vom gleichen Autor, was auch vorne auf dem Cover dick und fett vermerkt ist. In diesem Buch (das ich wirklcih toll finde) geht es um das traurige Mädchen mit der Geige, ich habe danach den "Nachtzug nach Lissabon" auch gelesen, allerdings fand ich ihn offensichtlich nicht wirklcih beeindruckend (nur die Augenärztin-Sache mit dem Onkel, die habe ich mir gemerkt).
Tja. Der Film war aber trotzdem nicht schlecht (der portugiesische Arzt ist wirklich wunderwunderschön, ich denke, er würde noch mehr gewinnen, wenn man nicht die ganze Zeit darauf wartet, dass endlich das Mädchen mit der Geige auftaucht.... (und "Lea" lohnt sich wirklich, das Buch, meine ich jetzt.)

Kommentare:

Claudias rosige Zeiten hat gesagt…

ich glaube, ich habe "Nachtzug nach Lissabon" etwa 5x angefangen zu lesen......und immer nach drei viertel Buch aufgehört.

Mich hats nicht umgehauen......;-(((

LG

Anonym hat gesagt…

Ich habs inzwischen dreimal gelesen, so eine Art Hassliebe, man muss sich auf das Revolutionsthema einlassen statt darauf zu warten dass sich das dämliche Thema mit dem Suzidmädchen auflöst oder der dämliche Lateinlehrer in die Pötte kommt.(Und dann nicht über diesen Gutmenschen-Arzt ärgern) Das Ende ist bei Max Frisch (Homo Faber) abgeguckt, schamlos!
Wenn man Lissabon kennt hilfts natürlich auch :-)

"Der Hübsche" hat gesagt…

Ich hatte so gehofft, dass irgendwann Chuck Norris auftaucht und die Story rettet. Aber das War selbst für Chuck zuviel.