Donnerstag, Januar 02, 2014

Früh übt sich...

Als Little Q. damals in die Schule kam, haben wir den Schulsack (wie man hier sagt) ja relativ spontan gekauft: anprobiert, gefallen, gekauft, nicht, dass er am Ende noch einen mit neongelben Totenköpfen drauf will.
Der Ranzen (von einer der führenden Schulranzenmarken) schlägt sich ganz wacker, allerdings ist er dank der (sehr zu begrüssenden) Schweizer Schul-Policy, dass die Bücher immer in der Schule bleiben, bis zu dritten Klasse sämtliches Material (Stifte, Hefte, Kleber, Scheren, Malpapier etc.) von der Schule gestellt wird und gar nichts von daheim mitgebracht werden muss/darf, also nur die dünne Mappe mit den Hausaufgaben, evlt. ein Turnsack und Essen/Trinken drin transportiert werden, nicht ganz so belastet, wie das meiner seinerzeit war. Allerdings haben sich die diversen Kantenabschlüsse auch schon mal gelöst und mussten durch kreativen Einsatz von Heisskleber wieder repariert werden.

Ich habe mir also gedacht: wenn Little L. mal in die Schule kommt, da schaun wir dann mal, vielleicht wird es ja eine andere Marke.
Nachdem das aber erst im Sommer 2015 der Fall sein wird, ist da sogar für mich Planungsjunkie noch ein bisschen Zeit hin.

Jetzt kam aber Ende 2013 die Anfrage von Ergobag, ob wir nicht mal eines ihrer Produkte testen wollen. Ein kurzer Blick über die Homepage zwischen Telefonat mit dem Schichtleiter, Hausaufgabenkontrolle und Spülmaschineneinräumen liess mich erst denken, dass es sich dabei um v.a. Rucksäcke handle und da Little L., ganz das sparsame Zweitkind, bei der Rucksackauswahl für die Waldtage im Kindergarten gemeint hatte, er bräuchte keinen neuen, weil: der vom Q., der ist ja noch gut (und auch cool, mit dem Hai drauf), hätte das ja ganz gut gepasst. Nach ein paar Mails hin und her haben wir uns drauf geeinigt, dass Little L. also einen Ergobag im Wunschdesign testen darf.
Er hat sich, spontan und felstenfest weder für Dinosaurier, noch für Rennautos oder Fussbal entschieden, nein, es sollten die Tierkinder auf blautürkisem Grund sein.



Zu diesen Zeitpunkt dachte ich immer noch (ich hatte eine Geburtstagsfeier zu planen, Weihnachtsgeschenke auszuwählen, Adventstermine für 4 Leute unter einen Hut zu bekommen), es handle sich um einen Rucksack und war dann sehr überrascht, als das Riesenpaket hier eintraf. Drin war ein ausgewachsener voll bestückter Schulranzen mit einem Tragesystem, das Trekkingrucksäcken Konkurrenz macht, dazu ein voll ausgestattetes Federmäppchen und (wusste ichs doch) ein Extrarucksack.

Beim genaueren Studieren zeigt sich: der Extrarucksack kann als Sporttasche aussen am Schulranzen befestigt werden.
 
Das Innenleben ist wirklich gut durchdacht, es gibt verschiedene Fächer, jede Menge Karabiner und Schlaufen, um Schlüssel etc. zu befestigen, und, mein Favorit: eine stabile Mappe, die herausgenommen werden kann und Hefte und Arbeitsblätter vor dem Verknicken und ausgelaufenem Getränk und nasser Badehose schützt.

Der Ergboag selber wirkt ein bisschen kleiner als der Standard-Schulranzen, den Little Q. hat, dafür spart man aber durch die Aussenbefestigung des Turnsacks Platz innen ein. Ausserdem: zu klein war Q.s Schulranzen eh nie. Und wie man hier sieht: auch ein Ergobag sieht an ihm nicht winzig aus (auf dem Foto trägt er ihn, glaube ich, zu hoch):
Auf der Homepage von Ergobag kann man nachlesen, was ihre Produkte ausmacht: neben der Ergonomie (und jetzt mal ehrlich: das höchste der Gefühle, das ich bisher von Schulranzen kenne, sind in der Länger verstellbare Trageriemen), die eben an Trekkingrucksäcke angelehnt ist und dementsprehend das Gewicht auf die Hüfte verlagert und grössenabhängig einstellbar ist, ist das die Nachhaltigkeit, die verwendeten Textilien bestehen nämlich aus recyclierten PET-Flaschen. Trotzdem sieht die Kollektion alles andere als verstaubt-ökomässig aus.
Was ich persönlich sehr gelungen finde, ist die Kombination fvon relativ neutralen Grundmustern, die mit "Klettie"-Sets individualisierbar sind. So ist sichergestellt, dass Little L. seinen Ergobag auch in anderthalb Jahren noch mag, wenn ihm die Tierkinder vielleicht nicht mehr cool genug sind. Man kann jede Menge vorgefertigte Klettie-Sets bestellen oder sogar welche mit eigenen Motiven gestalten.
Wie alle guten Schulränzen sind auch die Ergobags mit Reflektormaterial ausgestattet, wem das aber nicht reicht, der kann an schon vorplatzierten Reissverschlüssen noch grosse Reflektorflächen nachrüsten, wie eine Art Winterfell für den Schulranzen ;-).
Wie man sieht, wäre Little L. ausstattungstechnisch durchaus schon bereit, das letzte Jahr Kindergarten gegen einen Schulfrühstart einzutauschen ;-). Steht ihm gut, finde ich, wird es ihm aber auch 2015 noch und so lange müssen Sie leider auf die Hardcoretestberichte aus dem wahren ABC-Schützenleben noch warten.
Wir bedanken uns aber trotzdem jetzt schon mal von ganzem Herzen für die Möglichkeit zum Testen!



Kommentare:

Maerim hat gesagt…

Die sind auch wirklich toll, die Kronprinzessin ist ja jetzt zu cool für einen Schulranzen, mit dem Satch sind sie (Optik) und ich (Ergonomie) hochzufrieden.

Frau Miest hat gesagt…

Wow, die Seite von denen sieht toll aus. Vor allem, weil es auch Modelle für große, so wie meine gibt. Ich weiß nur nicht, ob ich sie zu so was "vernünftigem" überredet bekomme... obwohl neue dringend nötig wären...

Alltagsheldin hat gesagt…

Ich mag die Ergobags auch total gerne, muss ich gestehen.
Wir haben zur Einschulung damals - ganz klassisch - einen Ranzen der führenden Marke gekauft. Er war das kleinste Übel, sozusagen. Mein Kind ist klein - nahezu winzig -, sehr dürr und überhaupt...
Nun, nachdem sie ihren Ranzen 1,5 Jahre trug, entschieden wir uns für einen Rucksack (D*euter), weil der Ranzen einfach nichts war.
Hier muss man nämlich ganz viel Kram mitschleppen, sodass der Rücken arg belastet wird. Am Ende passte nicht einmal alles rein und das Kind musste mehrere (!!!) Extrataschen mitschleppen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich würde bei einem 2. Kind auch nur noch einen Ergobag nehmen.
Deine Jungs sehen klasse damit aus ;)

Liebe Grüße,
die Alltagsheldin

Frau Bear hat gesagt…

Schicke Sache (auf diesen Test kann man sich ruhigen Gewissens einlassen, meine ich), steht ihm gut :)
Wir sind ja schultechnisch bereits ein wenig weiter und seit einem Jahr mit dem Folgemodell Satch bestückt, vom Sohn selbst ausgesucht und für gut befunden und auch ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. Also, Daumen hoch und viel Spaß damit !

dunski hat gesagt…

Unser Grosser hat den Ergobag als Schulranzen.Die Lösung mit dem Turnbeutel ist allerdings das einzige was wir etwas bemängeln würden.Wenn da schwere Sportschuhe drin sind, hängt das arme Kind unnötig nach hinten..was ihn nervt. Er hängt ihn dann doch lieber vor den Bauch.:-) Ansonsten sind wir sehr begeistert vonder Qualität und Ausstattung und dem hellen grün innen..da kann nichts in dunklen Ecken verschwinden.

kathrin hat gesagt…

Auch bei uns sind direkt zwei Modelle im Einsatz.
Ein normaler Ergobag und ein Satch.

Beim Sportsack ziehen wir immer den Gurt so weit wie möglich oben an den Tragegriff - dann ist die "Last" noch am besten verteilt und zieht das Kind nicht ganz so schlimm nach hinten;)

Toll ist ja nun, dass L. den Sportrucksack schon nutzen kann.

LG
kathrin

einfachich hat gesagt…

Siegrun hat auch einen Ergobag und wir sind nach wie vor zufrieden. Vor allem weil er eben schmäler ist und der zierlichen Tochter gut am Rücken sitzt :-)

Unsere Jungs werden vermutlich auch eine Ergobag bekommen.

busybee hat gesagt…

Wir lieben ihn auch: http://bebusybee.blogspot.de/2013/12/alle-jahre-wieder-der-rucksack.html
LG von Sabine