Donnerstag, März 14, 2013

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Donnerstag

Herzlich willkommen zur zweiten Hälfte der Tagebuchblogging-Woche!
Worum es geht, steht hier.
Wer mitmachen möchte, kann den Link zu seinem persönlichen Donnerstag unten in die Liste eintragen.
Ich freu mich auf eine interessante Woche!

Start wie immer (Little L. kam um 3:20h),das einzig andere an Donenrstagen (mässig spannend, ich weiss), ist, dass wir unsere Morgensitzung eine Viertelstunde später haben. Deswegen habe ich noch kurz Zeit, bei SpON schnell nachzulesen, dass der neue Papst nicht nur Jesuit, sondern auch Diplomchemiker ist (Tenor einer Kurzumfrage unter Kollegen und dem Hübschen: "Erst Chemie und dann vom Glauben abfallen und Theologie studieren? Aaaaaalder.......")

Morgensitzung bis um neun, zwischendrin schnell den Approvalprozess für die FMEA abschliessen, endlich haben alle elektronisch unterschrieben.

Dann ist heute QA wieder da, d.h. ich hoffe endlich Antworten auf all meine aufgelaufenen Fragen zu bekommen.

Vorher baue ich aber schnell noch die Änderungen, die mir gestern vor dem Einschlafen noch eingefallen sind, in die Präsentation für morgen ein.

Mit meinem Chef bespreche ich kurz den Ablaufplan für unseren Teamworkshop am Nachmittag (ich mag den Schweizer Ausdruck „Gschpürmi“ für so Sozialevents ;-))

Endlich erwische ich den Analytiker, von dem ich noch ein paar Rohdaten für den DR brauche, bevor ich die Finalversion mit QA besprechen kann.

Und weil ich grad so im Abhaken bin, bestelle ich bei der Reprozentrale noch schnell einen A1-Ausdruck des Vertikaltaktdiagramms.

Für morgen suche ich noch schnell das Sitzungszimmer (ich bin schon lang nicht mehr verloren gegangen, aber der Bau, in dem das morgen ist, der ist mir immer noch ein Rätsel. In manchen Stockwerken kann man von einem Ende bis zum anderen durchlaufen, in den anderen nicht, manchmal kehrt sich die Nummerierung zwischendrin um......) und laufe bei der Assistentin des ChefChefChefs vorbei, um technische Dinge zu klären. Dabei erwischt mich der Chefchefchef und lässt sich einen kurzen Abriss der Präsentation schon mal vorab geben.

Auf dem Rückweg warne ich die JAZ-Fachfrau vor, dass das System morgen wegen mir Alarm schlagen wird und werde (ungefragt ;-)) mit Tipps und Tricks für Überstundenauszahlung etc. und ein bisschen Trivia versorgt.

Nach einem extrem leckeren Mittagessen in der ehemaligen Direktionskantine geht es nun den ganzen Nachmittag in einen Teamworkshop. Mal sehen, was passiert, wenn 13 Alphatiere aufeinanderstossen ;-)

Fazit nach 4 Stunden: für ein Harmoniehörnchen wie mich ist sowas extrem anstrengend. Und für ein zwanghaftes Wesen wie mich ist es ausserdem sehr schwierig, wenn ich meine Arbeitswoche nicht wie sonst fast immer mit einem aufgeräumten Schreibtisch und einer vollständig abgearbeiten To-Do-Liste beenden kann (am Montag starte ich trotzdem nie bei Null, weil sichüber Freitag und Wochenende immer was ansammelt), sondern weil der Rest ja während unseres Workshops weitergearbeitet hat, haben sich noch einige unerledigte Dinge auf dem Schreibtisch
und in der Mailbox eingefunden.
Alles in allem bin ich, um eine Frage aus den Kommentaren gestern zu beanworten, heute so fix und fertig und müde, dass ich mich am liebsten zusammenrollen und sofort einschlafen oder wahlweise auch erstmal ein bisschen weinen möchte. Stattdessen kreiiere ich auf dem Heimweg noch ein wunderbares Missverständnis mit dem Hübschen, das uns beide leicht ansäuert und da beschliesse ich, dass ich mich jetzt einfach zusammenreissen muss, bis die Jungs im Bett sind. Ich sammle also mit erzwungender Engelsgeduld die beiden in der Kinderkrippe ein (es gab Eier mit Senfsosse, allein das machte den Tag dort zu einem grossartigen. Dann haben die Erzieher heute abend auch noch den zweiten Teil ihres ErsteHilfekurses, im Flur stehen also schon wieder die "komischen Kinder"bereit, wie Little L. die Herzmassagedummies nennt und die dürfen genau unter die Lupe genommen werden).
Daheim schaue ich mit Little Q. die Hausaufgaben und das gebundene Realienheft seiner bisherigen Schulkarriere durch, danach spielen die Jungs wieder Lego-Waldpolizei, der Hübsche verschwindet zum Sport, ich mache eine schnelle Nudelsuppe mit Wiener für die Jungs, ich bekomme den allerletzten Rest der Lecker-Suppe.
Nach Dessert und Kaffee werfe ich die Spülmschine an, stecke die Jungs in die Badewanne und lege während der Schaumschlacht fast schon meditativ die drei Trocknerladungen und die trockene Wäsche von der Leine zusammen. Nachdem alles auf die Schränke verteilt ist, fische ich zwei runzlige Kinder mit Schwimmhäuten aus der Wanne und wir lesen noch ein Kapitel vor.
Nachdem ich Little L. in den Schlaf gekuschelt habe und mir von Little Q. einen Gutenachtkuss abgeholt habe, habe ich beschlossen, dass ich jetzt anstatt zu weinen doch lieber auch in die Badewanne (frisches Wasser ;-)) gehe, mir vielleicht noch ein Glas Weisswein gönne und dann wird die Welt schon wieder besser aussehen.


Kommentare:

dunski hat gesagt…

Ich schreibe mein tagebuch morgen fertig..mit fieberkind im linken arm funzt das irgendwie so schlecht.trotzdem danke für diese motivierende Woche und gute Präsentation morgen! Nach dem Gspürschminachmittag hast du dir ja mindestens ein Bad verdient! ( mir hätte noch ein Cupcake gefehlt)

Meeresrauschen hat gesagt…

Hallo Karin,
vielen Dank für den Einblick. Fand es sehr interessant. Das 'ein bisschen Weinen' kann ich gut nachvollziehen. So geht es mir auch manchmal. Schwierig, wenn man sich dann wegen allgemeiner Kaputtheit auch noch anraunzt... Ich wünsche eine entspannte nächste Woche (obwohl ich denke, dass zuviel Entspannung, dich total unterfordern würde) :-)
Grüße,
Kathrin